ARTE
ARTE Fr. 27.11.
Doku
Wie lassen sich ideologisch motivierte Gewalt und Radikalisierung bekämpfen? ARTE F
In Mulhouse und Colmar sucht ein Programm zur Terrorismusbekämpfung und Radikalisierungsprävention einen humanen Ausweg aus der gefährlichen Sackgasse. ARTE F
Ist ein Sieg über den Hass möglich, der jahrelang durch die Propaganda von Salafisten und Dschihadisten genährt wurde? ARTE F

Deradikalisiert

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2026
  • 60'
Gesellschaft und Politik Seit den islamistischen Anschlägen in Paris von 2015 suchen die französischen Justizbehörden nach Wegen zur Bekämpfung von ideologisch motivierter Gewalt. Die Dokumentation begleitet Jugendliche im Strafvollzug, die an einem außergewöhnlichen Ausstiegsprojekt teilnehmen.

Inhalt

Wie lassen sich ideologisch motivierte Gewalt und Radikalisierung bekämpfen? Vor dieser Herausforderung stehen die französischen Justizbehörden seit den islamistischen Angriffen von 2015 in Paris. In Mulhouse und Colmar sucht ein Programm zur Terrorismusbekämpfung und Radikalisierungsprävention einen humanen Ausweg aus einer gefährlichen Sackgasse. Die Dokumentation begleitet mehrere Jugendliche im Strafvollzug, von denen die meisten wegen Anstiftung und Unterstützung von Terrorismus verurteilt wurden. Gezeigt werden ihre Gespräche und Workshops mit Psychologen, Lehrern, Pädagogen und einem Islamwissenschaftler. Das Ausstiegsprojekt folgt dem Prinzip der ausgestreckten Hand, geht aber auch in die notwendige Konfrontation, um Argumente und Gegenargumente auszutauschen. In Einzelgesprächen und Gruppenworkshops zu gewaltfreier Kommunikation treten bewegte Lebensläufe abseits des gängigen Klischees des Radikalisierungsverlaufes zutage. In den Geschichten der Jugendlichen zeigt sich eine komplexe Realität, in der sich persönliche Traumata und Identitätskrisen mit dem Hass auf Staat und Gesellschaft vermengen. Die Dokumentation begleitet die langwierige Arbeit mit den Jugendlichen und fragt dabei nach der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft: Ist ein Sieg über den Hass möglich, der jahrelang durch die Propaganda von Salafisten und Dschihadisten genährt wurde?

Sendungsinfos

Regie: Richard Berthollet Stereo
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