Die Mütter von Cherson
DOKUMENTATION, D 2026
Wiener Klassik mit Sophie Dervaux am Fagott
KONZERT, D 2025
ARTE
Sa. 24.10.
Doku
Die Mütter von Cherson
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
- D 2026
- 135'
Dokumentation
Eine Oper über die verschleppten Kinder der Ukraine
Mehr als 20.000 ukrainische Kinder wurden seit Beginn des Krieges nach Russland verschleppt. Dieses vom Internationalen Strafgerichtshof geahndete Kriegsverbrechen wird nun zur Oper. "Die Mütter von Cherson" erzählt von einer Gruppe mutiger Frauen, die ihr Leben riskieren, um ihre entführten Kinder zu befreien. Die Welturaufführung in Warschau macht ihr Schicksal sicht- und hörbar.
Mit Izabela Matula, Hanna Sosnowska-Bill, Kamila Dutkowska, Weronika Wojtkowska, Elissa Pfaender, Malgorzata Walewska
Inhalt
Die Oper "Die Mütter von Cherson" basiert auf einer wahren Geschichte - die der Mütter und Großmütter, die sich aus dem Süden der Ukraine auf den Weg machten, um ihre verschleppten Kinder nach Hause zu holen. Fast 5.000 Kilometer legten sie zurück, um über Polen, Weißrussland und Russland das Lager auf der Krim zu erreichen, in dem ihre Kinder in so genannten "Summercamps" festgehalten wurden. Nicht für alle ging diese Reise glücklich aus.
Der amerikanische Librettist George Brand hat den Operntext auf Grundlage von etlichen Interviews mit betroffenen Müttern, Großmüttern und zurückgekehrten Jugendlichen geschrieben. Die Musik zu der Oper, die von der New Yorker Metropolitan Opera und dem Teatr Wielki in Warschau in Auftrag gegeben wurde, komponierte der Ukrainer Maxim Kolomiiets, einer der erfolgreichsten jungen Komponisten des Landes. In "Die Mütter von Cherson" verzichtet er auf übermäßig komplexe Musik, um den Hauptfiguren der Geschichte, die keine mythologischen Helden, sondern gewöhnliche Frauen aus Cherson sind, gerecht zu werden. Die Musik ist zeitgemäß, aber nicht avantgardistisch und verwendet musikalische Themen aus der Ukraine.
Seit Beginn der russischen Invasion wurden laut offiziellen ukrainischen Angaben und internationalen Berichten mehr als 20.000 ukrainische Kinder systematisch nach Russland sowie in russisch besetzte Gebiete verschleppt. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat wegen dieser rechtswidrigen Deportationen offizielle Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie seine Kinderrechtsbeauftragte Marija Lwowa-Belowa erlassen.
Sendungsinfos
Darsteller: Izabela Matula, Hanna Sosnowska-Bill, Kamila Dutkowska, Weronika Wojtkowska, Elissa Pfaender, Malgorzata Walewska Regie: Barbara Wysocka, Andreas Morell Inszenierung: Barbara Wysocka
Stereo