ARTE
ARTE Sa. 29.08.
Doku
Neurowissenschaftlerin Radwa Khalil im Inneren einer Grabkammer im altägyptischen Dorf Deir el-Medina am Westufer des Nils: Die Grabkammer wurde die für die Pharaonin Tausret im Tal der Könige angelegt. NDR
Die deutsche Ägyptologin Christiana Köhler gräbt in Abydos ein Königinnengrab aus und macht eine sensationelle Entdeckung: Schon sehr früh herrschte eine Frau über das Land am Nil. NDR
Vor dem El-Kab Vulture Rock in Nekheb: Die französische Ägyptologin Axelle Brémont erforscht über 5.000 Jahre alte Gravuren. NDR
Die Neurowissenschaftlerin Radwa Khalil erforscht den Einfluss historischer Frauen auf moderne Geschlechterrollen. NDR
Nahe des Abydos-Tempels: Die ägyptische Neurowissenschaftlerin Radwa Khalil (re.) interessiert sich für das Grab der Königin Meret-Neith, das die deutsche Ägyptologin Christiana Köhler (li.) mit ausgegraben hat. NDR
Vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxur: Die polnische Ägyptologin Anastasiia Stupko-Lubczy?ska untersucht Wandmalereien. NDR

Die Pharaoninnen. Frauen, die das Reich Ägypten formten

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2026
  • 89'
Dokumentation Vor über 5.000 Jahren entstand am Nil der erste Flächenstaat der Welt und Frauen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Ein internationales Forschungsteam enthüllt anhand aktueller Grabungen neue Erkenntnisse über Machtstrukturen und den Einfluss von Frauen. Der Film zeigt, wie moderne Wissenschaft alte Mythen korrigiert - und warum Ägypten uns bis heute fasziniert.

Inhalt

Vor rund 5.000 Jahren entstand am Nil etwas völlig Neues: der erste Territorialstaat der Welt. Ohne ihn hätte es das legendäre Reich der Pharaonen nie gegeben. Doch wie entwickelte sich aus nomadischen Gemeinschaften eine der langlebigsten Supermächte der Geschichte? Die Wiener Ägyptologin Christiana Köhler begibt sich gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam auf die spannende Spurensuche nach den Ursprüngen dieser einzigartigen Kultur. Im Mittelpunkt stehen aktuelle archäologische Grabungen auf dem ältesten Königsfriedhof Ägyptens. Unter der Leitung von Professorin Köhler untersuchen Forschende dort Friedhöfe, Königsgräber und Siedlungsspuren, um neue Einblicke in den Alltag, die Machtstrukturen und die soziale Organisation der frühen ägyptischen Gesellschaft zu gewinnen. Die Funde belegen: Ägyptens Aufstieg war eng mit Umweltveränderungen, Migration und innovativen Staatsideen verbunden. Lange galt die Geschichte Ägyptens als eine von mächtigen, gottgleichen Königen dominierte Welt. Doch dieses Bild muss korrigiert werden. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass auch Frauen zentrale Rollen in Thronfolge, Wirtschaft und Stabilität des Reiches einnahmen - von frühen Pharaoninnen wie Meret-Neith bis zu Ikonen wie Nofretete und Kleopatra. Die NDR/ARTE-Dokumentation verbindet aktuelle Grabungskampagnen mit der Geschichte der Ägyptologie und zeigt, warum das Alte Ägypten auch 2.000 Jahre nach seinem Untergang nichts von seiner Faszination verloren hat.

Sendungsinfos

Regie: Christiane Streckfuß Untertitel, Stereo
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