ARTE
ARTE So. 05.04.
Doku
Eine Hommage an Farbe und Licht: Henri Matisse plante und gestaltete die Rosenkranzkapelle als sein letztes großes Werk. ARTE F
Der Lebensbaum, eine Hommage an Farbe und Licht ARTE F
Die Rosenkranzkapelle in Vence bei Nizza, Südfrankreich, gilt als künstlerisches Vermächtnis von Henri Matisse. ARTE F
Innenraum der Kapelle: bemalte Keramikfliesen, die den heiligen Dominikus darstellen, und Glasfenster mit dem Lebensbaum ARTE F
Heute wird die Rosenkranzkapelle als Höhepunkt des Schaffens von Henri Matisse gefeiert, zur Zeit ihrer Erbauung wurde sie von Kirche und Avantgarde allerdings scharf kritisiert. ARTE F

Die Rosenkranzkapelle, das letzte Meisterwerk von Matisse

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2024
  • 52'
Dokumentation Die Rosenkranzkapelle in Vence ist das Ergebnis einer besonderen Freundschaft: der zwischen einer 21-jährigen Nonne und dem französischen Maler Henri Matisse, der damals bereits Mitte 70 war. Matisse, der die Planung und den Bau der Kapelle persönlich leitete, bezeichnete das Gotteshaus später als sein Lebenswerk. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Begegnung zwischen der jungen Monique Bourgeois - besser bekannt als Schwester Jacques-Marie - und dem Meister des Fauvismus. Gleichzeitig gewährt sie einen Einblick in den persönlichen und künstlerischen Schaffensprozess während der Entstehung dieses einzigartigen Projekts.

Inhalt

Die Rosenkranzkapelle in Vence gilt als das künstlerische Vermächtnis des Künstlers Henri Matisse. Der Maler, bereits Mitte 70, plante und gestaltete sie als sein letztes großes Werk - eine Hommage an Farbe und Licht. Doch das Projekt, das heute als Höhepunkt seines Schaffens gefeiert wird, war zuerst umstritten: Kirche und Avantgarde kritisierten die neuartige Gebetsstätte der Dominikanerinnen scharf. Hinter der Kapelle steht jedoch mehr als künstlerischer Ehrgeiz. Ihre Entstehung verdankt sie einer besonderen Freundschaft: der zu Monique Bourgeois, die später als Schwester Jacques-Marie in den Orden eintrat. Zuvor war sie Matisse als Pflegerin, Modell und Vertraute zur Seite gestanden - besonders in den Jahren seiner schweren Krankheit. Als er die Kapelle entwarf, begleitete sie ihn durch den schwierigen Schaffensprozess. In ihren späten Tagebuchaufzeichnungen schildert sie die Herausforderungen: Doch welche Rolle spielte sie wirklich? Wie viel Einfluss gestand Matisse ihr zu - und was verriet ihr Blick auf sein Schaffen, seinen Glauben und seine Stellung in der modernen Kunst? Die Kapelle bleibt nicht nur ein Gesamtkunstwerk, sondern auch ein Zeugnis einer ungewöhnlichen Beziehung. Monique Bourgeois' Aufzeichnungen zeigen eine sehr persönliche Seite des herausragenden Künstlers der Klassischen Moderne.

Sendungsinfos

Regie: Joséphine Duteuil Stereo
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