ARTE
ARTE Di. 08.12.
Doku
Biber sind genügsam und brauchen nicht viel: ein Gewässer, in dem es sich tauchen und schwimmen lässt, ein Ufer, in das sie ihre Höhlen graben können, und ausreichend Bäume als Nahrungsquelle. NDR
Durch den Dammbau gestaltet der Biber neue Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. NDR
Biber verbringen im Winter die meiste Zeit im Bau. Dabei ernähren sie sich ausschließlich von Rinde. NDR
Biberspuren: Auch große Bäume stellen für den Biber kein Problem dar. NDR
Familie wird bei diesen Tieren großgeschrieben: Zwischen April und Juni bringt das Biberweibchen ein bis vier Junge zur Welt. NDR

Die Rückkehr der Biber

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Wilde Baumeister

  • D 2019
  • 43'
Tiere Die Rückkehr der Biber ist eine der größten Erfolgsgeschichten der Natur in Europa. Lange Zeit gejagt und nahezu ausgerottet, leben heute wieder mehr als 35.000 Biber allein in Deutschland und rund 12.000 in Frankreich. Nur selten bekommt man die meist nachtaktiven Tiere zu sehen. Mehr als zwei Jahre war Klaus Weißmann den scheuen Bibern auf der Spur. Welche Wege nutzen sie?

Inhalt

Ende der 1920er Jahre waren in Deutschland nur noch 200 Biber im Gebiet Mittlere Elbe bei Dessau und 30 in Südfrankreich entlang der Rhone heimisch. Zu der Zeit waren die großen Nager nahezu aus ganz Europa verschwunden. Lediglich in Norwegen und Russland gab es weitere Populationen mit wenigen hundert Tieren. Die Jagd nach ihrem wertvollen Pelz und dem schmackhaften Fleisch dezimierten früh ihre Bestände. Auch das sogenannte Bibergeil, ein moschusähnliches Duftsekret, das in der Medizin als Schmerzmittel Verwendung fand, wurde den Tieren Mitte des 19. Jahrhunderts zum Verhängnis. Fast unbemerkt kehrten die Biber jedoch zurück. Die Tiere besiedelten zunächst die naturnahen Auwälder entlang der Flüsse. Als die besten Reviere entlang der großen Ströme besetzt waren, drängten die abwandernden Jungbiber in kleinere Flüsse, in die Hochlagen des Schwarzwaldes und sogar in die von Menschen entwässerte Kulturlandschaft. Doch wo der Biber auftaucht, sorgt er vielerorts für Ärger: Die Tiere stauen Gräben oder plündern Weizenfelder. Ihre neu angelegten Gewässer fluten oftmals Wiesen oder Keller. Konflikte mit den Menschen sind vorprogrammiert. Mittlerweile ist Europas größter Nager in vielen Gebieten wieder heimisch. Mehr als zwei Jahre ist Klaus Weißmann den scheuen Bibern auf der Spur und dokumentiert ihre Ausbreitung in Deutschland und Frankreich. Welche Wege nutzen sie? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Die Dokumentation erzählt bildstark die spannende und teils kuriose Erfolgsgeschichte der sympathischen Nager.

Sendungsinfos

Regie: Klaus Weißmann, Wilma Kock Untertitel, Stereo
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