ARTE
ARTE Mo. 16.11.
Doku
Costa-Gavras (li.) bei Dreharbeiten mit Yves Montand (Mi.) und Simone Signoret (re.) ARTE F
Costa-Gavras verkörperte zwei Rollen zugleich: Er war ein Ermittler, der politische und menschliche Abgründe sezierte, und ein Geschichtenerzähler, der das Publikum mitreißen wollte. ARTE F
Costa-Gavras gilt als einer der großen politischen Filmemacher, doch sein Weg zum Welterfolg begann lange vor "Z". ARTE F

Ein Jahrhundert mit Costa-Gavras

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Der Anfang: Der Ungerechtigkeit die Stirn bieten

  • F 2024
  • 56'
Künstlerporträt "Z - Anatomie eines politischen Mordes" machte den Regisseur Costa-Gavras 1969 weltberühmt. Von der Jugend in Griechenland und einer Kultur des Widerstands geprägt, fand er in seiner Wahlheimat Paris den idealen Ort, um das Filmemachen bei großen Regisseuren zu lernen. Schon bald zeigte er, worauf es ihm ankommt: auf Botschaften der Menschlichkeit, verpackt in spannende Plots.

Inhalt

Der Grieche und Wahlfranzose Costa-Gavras steht mit seinem Werk für den engagierten politischen Film: "Z - Anatomie eines politischen Mordes" machte ihn 1969 weltberühmt. Die Dokumentation erzählt von seinen Anfängen: einer Jugend im vom Krieg gezeichneten Griechenland, der Flucht nach Frankreich und den ersten Schritten in der Welt des Kinos. 1933 im bergigen Arkadien geboren, wuchs er in einer Region auf, die zum Symbol des Widerstands wurde - erst gegen die italienischen Faschisten, dann gegen die deutsche NS-Besatzung. Diese Erfahrungen prägten seinen Blick: Griechenland, Wiege der Demokratie und Hochburg der Literatur und des Theaters. Und zugleich ein Land, das Widerstand leisten musste und großes Leid erfuhr. Da ihm sein Heimatland wegen eines politisch engagierten Vaters ein Studium verwehrte, ging er nach Paris und schaffte es, sich in der Filmbranche hochzuarbeiten. Schon seine ersten Filme - der Krimi "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1965) und das Drama "Ein Mann zuviel" (1967) - zeigten seinen unverkennbaren Stil: realistisch, spannungsgeladen und aus gesellschaftspolitischer Perspektive erzählt. In dieser Zeit drehte er bereits mit Yves Montand - diese Zusammenarbeit und Freundschaft sollte sein Werk prägen. Costa-Gavras gelangen stets zwei Dinge zugleich: Eine Art Ermittler zu sein, der politische und menschliche Abgründe seziert, und ein Geschichtenerzähler, der das Publikum mitreißt. Seine Filme konfrontieren den Menschen mit den unbequemsten Fragen und vermitteln eine Botschaft: dem Schicksal die Stirn bieten und niemals aufgeben.

Sendungsinfos

Regie: Marie-Pierre Camus Stereo
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