ARTE
ARTE So. 18.10.
Doku
Gabrielle O'Gorman wurde 1945 in einem Mutter-Kind-Heim geboren. Die Einrichtungen der irischen Kirche konnte sie erst mit 19 Jahren verlassen. RTE
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Für die körperlich schwere Arbeit in den Wäschereien erhielten die Frauen weder eine Entlohnung noch eine angemessene Ausbildung. RTE
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Ein Großteil der Frauen, die in Einrichtungen der irischen Kirche Zwangsarbeit leisten mussten, war in den sogenannten Magdalenen-Wäschereien beschäftigt. RTE
An Sicherheitsvorkehrungen mangelte es in den Wäschereien: Die Frauen waren während ihrer Arbeit ständig der Gefahr von Verbrennungen ausgesetzt. RTE
Mit 14 Jahren kam Elizabeth Coppin in eine Magdalenen-Wäscherei und musste dort Zwangsarbeit leisten. RTE
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Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • IRL 2020
  • 90'
Dokumentarfilm Versklavt und ausgebeutet: Das war das Schicksal von mehr als 10.000 "gefallenen Mädchen" und ledigen Müttern in Irland, die zwangsweise in den berüchtigten Magdalenen-Wäschereien arbeiten mussten. Der Dokumentarfilm rekonstruiert mit Aussagen von betroffenen Frauen die erschreckende Geschichte dieses Systems von Arbeitslagern.

Inhalt

Jahrzehntelange Versklavung Tausender Frauen: Das ist die wahre und schockierende Geschichte eines irischen Systems. Mehr als 10.000 "gefallene Mädchen" und ledige Mütter mussten in den berüchtigten Magdalenen-Wäschereien arbeiten. "Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche" lässt die betroffenen Frauen selbst zu Wort kommen. Aber warum und wie sind die Anstalten entstanden und wie konnten Frauen dort so lange ungehindert unterdrückt werden? Ob Familie, Gemeinde oder Staat - die irische Gesellschaft hat sich den Heiminsassinnen gegenüber gleichgültig gezeigt. Im schlimmsten Fall hat sie den Betrieb dieser Einrichtungen sogar unterstützt, erleichtert und von der Stigmatisierung der dort gefangen gehaltenen Frauen profitiert. Der Dokumentarfilm begleitet einige der Betroffenen, die bis heute mit den Folgen ihrer Behandlung und den Auswirkungen auf ihre Kinder und Familien zu kämpfen haben. Eine ehemalige Insassin bringt ihren Fall vor den UN-Ausschuss wegen Folter - ein Präzedenzfall, in dem nicht die Nonnen auf der Anklagebank sitzen, sondern die Republik Irland selbst. Der Dokumentarfilm ist eine vernichtende Anklage gegen die Art und Weise, wie sich Kirche, Staat und Gesellschaft in Irland gegen eine ganze Generation junger Frauen verschworen haben. Doch das Schweigen ist gebrochen - und dies ist ihre Geschichte.

Sendungsinfos

Regie: Gerry Gregg Stereo
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