ARTE
ARTE Di. 02.06.
Doku
Das Atlantische Bündnis Nato erscheint längst nicht mehr so unantastbar wie einst: Im Grönlandkonflikt wurde sich Europa jäh seiner Verletzlichkeit in einem instabilen Umfeld bewusst. ARTE
Historikerin Bénédicte Chéron erklärt die strategische Verblendung der letzten Jahrzehnte sowie die Gründe für die Abhängigkeit Europas von den USA. ARTE
Nach einem jahrzehntelangen Sparkurs bei der Verteidigung führte die Rückkehr der Bedrohungen zu einem brutalen Erwachen in Europa. Nun sind weitreichende Maßnahmen erforderlich - etwa die Wiedereinführung der Wehrpflicht. ARTE
Dank dem Schutz der Nato und der USA wähnte sich Europa lange Zeit in Sicherheit. ARTE
General Jean-Marc Vigilant liefert Einschätzungen zu den aktuellen Bedrohungen und erläutert, welche Mittel erforderlich wären, damit Europa seine Souveränität und Verteidigungsfähigkeit zurückerlangt. ARTE
Lange Zeit verließ sich Europa auf die militärische Stärke der USA und die Abschreckung durch das Bündnis Nato. ARTE

Europa: Aufrüsten für den Frieden?

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2025
  • 80'
Dokumentation Dank des Schutzes der Nato und der USA wähnte sich Europa lange Zeit in Sicherheit. Seit dem Zerfall der Sowjetunion vernachlässigte der Kontinent seine Verteidigung, in der Überzeugung, Krieg in Europa gehöre der Vergangenheit an. Die Rückkehr der Bedrohungen führte zu einem brutalen Erwachen. Der Dokumentarfilm analysiert diese strategische Verblendung sowie die aktuellen Risiken.

Inhalt

Jahrzehntelang lebte Europa in einer Illusion der Sicherheit: getragen von einem Modell der liberalen Demokratie, das auf Recht, Handel und Zusammenarbeit beruht. Der alte Kontinent profitierte vom Schutz der Vereinigten Staaten dank der Nato, einem nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Bündnis zur Eindämmung der sowjetischen Bedrohung. An diesen Hüter der kollektiven Sicherheit delegierten die Europäer ihre Verteidigung. Die Glaubwürdigkeit der Nato beruhte auf dem Solidaritätsprinzip, das nur ein einziges Mal - nämlich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 - zum Tragen kam. Der Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 bestärkte das Gefühl der Sicherheit. Im Glauben, ein Zeitalter dauerhaften Friedens sei angebrochen, fuhr Europa seine Rüstungsinvestitionen zugunsten sozialer Ausgaben herunter und entfernte sich nach und nach von der Idee einer strategischen Selbstbestimmung. Doch heute wankt dieses Modell: Die Bedrohungen sind zurück und das Atlantische Bündnis erscheint längst nicht mehr so unantastbar wie einst. Europa wird sich jäh seiner Verletzlichkeit in einem instabilen Umfeld bewusst. Der Dokumentarfilm ordnet die aktuellen Bedrohungen, die strategische Verblendung der letzten Jahrzehnte und die Gründe für die europäische Abhängigkeit von den USA ein. Außerdem beleuchtet er, welche Mittel erforderlich wären, damit Europa seine Souveränität und Verteidigungsfähigkeit zurückerlangt.

Sendungsinfos

Regie: Olivier Toscer Stereo
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