ARTE
ARTE Di. 30.06.
Film
Fabian (Tom Schilling) und Cornelia (Saskia Rosendahl) können ihr Glück kaum fassen, einander gefunden zu haben. ZDF
Jakob Fabian (Tom Schilling) lebt im Berlin der beginnenden 1930er Jahre. Aus den politischen Konflikten hält er sich heraus; er glaubt nicht daran, etwas verändern zu können. ZDF
Fabian (Tom Schilling, li.) und Cornelia (Saskia Rosendahl) sitzen in ihrem Stammlokal, wo sich der arbeitslose Ray (Thomas Reimann, re.) zu ihnen gesellt. Auch das Paar muss sich bald überlegen, wie es zu Geld kommt. ZDF
Labude (Albrecht Schuch) verfehlt nie sein Ziel. Cornelia (Saskia Rosendahl) versucht ebenfalls ihr Glück. ZDF
Fabian (Tom Schilling) und Cornelia (Saskia Rosendahl) ergänzen sich perfekt. Kann ihre Beziehung auch die Probleme bewältigen, die Berlin Anfang der 1930er Jahre bestimmen? ZDF
Die nymphomane Zuhälterin Irene (Meret Becker) versucht Fabian (Tom Schilling) zu verführen. Sie laufen sich in Berlin immer wieder über den Weg. ZDF

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2021
  • 176'
Drama Berlin, 1931: In politisch unsicheren Zeiten geht der junge Werbetexter Jakob Fabian tagsüber seiner Arbeit nach und erkundet nachts Unterweltkneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als distanzierter Beobachter hat er jede Hoffnung auf Moral und Anstand aufgegeben, doch als er sich in die selbstbewusste Cornelia Battenberg verliebt, beginnt Fabian, wieder an das Gute zu glauben.
Mit Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann

Inhalt

Berlin, 1931: Jakob Fabian arbeitet tagsüber als Werbetexter in einer Zigarettenfabrik, nachts zieht er mit seinem besten Freund Labude durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Im Gegensatz zu seinem wohlhabenden Freund bleibt Fabian dort ein distanzierter Beobachter. Mit dieser von Unsicherheit beherrschten Zeit, der sich Labude mit politischem Aktivismus entgegenzustellen versucht, kann Fabian nicht viel anfangen und kommentiert die Geschehnisse ironisch. Während sich Labude nach einer Trennung Hals über Kopf in Exzesse und Affären stürzt, lernt Fabian eines Tages die selbstbewusste Rechtsreferendarin Cornelia Battenberg kennen. Eine Frau, die eigentlich der Männerwelt abgeschworen hat und keine neue Beziehung sucht. Für Fabian aber ist sie der Lichtblick am düsteren Berliner Nachthimmel. Durch Cornelia gelingt es Fabian, für einen Moment seine pessimistische Grundhaltung abzulegen - bis auch er einer Entlassungswelle zum Opfer fällt. Er versucht, seine Arbeitslosigkeit vor Cornelia zu verheimlichen, die wiederum den Avancen des Filmproduzenten Makart nachgibt, der sie mit dem Versprechen einer großen Schauspielkarriere lockt. Während Cornelia ein Verhältnis mit Makart eingeht und beruflich Erfolg hat, kann Fabian nicht mit dem Arrangement leben und verlässt sie. Seine Welt gerät aus den Fugen. Schließlich kehrt er Berlin den Rücken und sucht bei seinen Eltern in Dresden Zuflucht. Doch auch dort holt ihn das Schicksal ein, und der Gang vor die Hunde nimmt seinen Lauf ...

Hintergrund

Eine berührende Liebes- und Freundschaftsgeschichte in turbulenten und abgründigen Zeiten und gleichzeitig eine atmosphärische Momentaufnahme Berlins Anfang der 1930er Jahre - inszeniert von Dominik Graf auf der Grundlage der Urfassung des berühmten Romans von Erich Kästner. Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl und Meret Becker prominent besetzt und mehrfach ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis . Eindrücklich vergegenwärtigt Dominik Graf inszenatorisch die Gefahr von Politikverdrossenheit und moralischem Niedergang, die aktueller denn je erscheint.

Sendungsinfos

Darsteller: Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann Regie: Dominik Graf Drehbuch: Dominik Graf, Constantin Lieb Musik: Sven Rossenbach, Florian Van Volxem Kamera: Hanno Lentz Kostüme: Barbara Grupp Redaktion: Daniel Blum, Olaf Grunert, Andreas Schreitmüller Produzent: Felix von Boehm Untertitel, Hörfilm, Stereo
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