ARTE
ARTE Di. 08.09.
Doku
In Texas, USA, wird schon seit dem frühen 20. Jahrhundert Erdöl gefördert, das zum wichtigsten Energieträger für Autos, Flugzeuge, Chemie und die moderne Wirtschaft überhaupt wurde. ARTE F
Verstärkung eines Deichs in Jakarta: Der durch den Klimawandel ansteigende Meeresspiegel birgt zunehmend das Risiko einer Überschwemmung Indonesiens. ARTE F
Mehr extreme Niederschläge aufgrund des Klimawandels: Für die indonesische Hauptstadt Jakarta erhöht sich dadurch das Überschwemmungsrisiko. ARTE F
Ein Ölfeld in Baku: Die industrielle Ölförderung begann in Aserbaidschan bereits Mitte des 19. Jahrhunderts. ARTE F
Nusantara soll langfristig die neue "grüne" Hauptstadt Indonesiens werden. ARTE F

Fuck the Planet

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Ist unser Klima noch zu retten?

  • 3. Folge
  • F 2021
  • 46'
Dokumentation Nach den Warnungen des Klimaforschers James Hansen und der Gründung des Weltklimarats im Jahr 1988 fürchtete die fossile Energiewirtschaft um ihr Geschäftsmodell. Im Vorfeld des Umweltgipfels von Rio de Janeiro 1992, auf dem sich die Staaten zu einem gemeinsamen Vorgehen verpflichteten, gründeten führende Öl-, Kohle- und Energieunternehmen die Global Climate Coalition.

Inhalt

Die Global Climate Coalition finanzierte tendenziöse Studien, unterstützte klimaskeptische Experten, stellte die Forschungsergebnisse des Weltklimarats infrage und betrieb intensive Lobbyarbeit, um klimapolitische Entscheidungen möglichst lange hinauszuzögern. Gleichzeitig nahm die Globalisierung rasant an Fahrt auf. Zwischen 1990 und 2010 nahm der weltweite Schiffsverkehr stark zu, Produktionsstandorte wurden nach Asien verlagert und multinationale Unternehmen etablierten globale Lieferketten, die auf reichlich verfügbarer und kostengünstiger fossiler Energie beruhten. Trotz immer eindringlicherer Warnungen von Forscherinnen und Forschern blieb das Wirtschaftswachstum oberstes politisches Ziel. Anfang der 2000er Jahre versuchte der Klimaforscher James Hansen erneut, Regierungen von der Dringlichkeit des Problems zu überzeugen. Er kritisierte Politiker, die nur jene wissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptierten, die ihren Interessen entsprachen und warnte davor, dass diese Form der Verdrängung in eine ökologische Katastrophe führen werde. Obwohl sich die Global Climate Coalition schließlich auflöste, wurde ihre Strategie von marktradikalen Thinktanks fortgeführt. Inzwischen hat die globale Erwärmung bereits 1,5 Grad Celsius erreicht - und vielerorts tritt die Anpassung an den Klimawandel zunehmend an die Stelle seiner Bekämpfung. In Bangkok, New York, Japan und Jakarta werden Milliarden in Projekte zum Schutz vor dem steigenden Meeresspiegel investiert.

Sendungsinfos

Regie: Jean-Robert Viallet Stereo
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