ARTE
ARTE Sa. 15.08.
Doku
Seegras gilt als ein Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. In Aquarien des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung versuchen Meeresbiologen wärmeresistente Sorten heranzuzüchten. NDR
Professor Jürgen Geist von der Technischen Universität München untersucht mit Martina Hopfensberger und Rebecca Höß (v.l.) [CT1.1]die Fluss- und Bachläufe in Oberfranken. NDR
Durch die Simulation von Starkregenereignissen wollen Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung den Abtrag von Ackerboden durch Niederschläge berechnen. NDR
Gletscherforscher Christoph Mayer von der bayerischen Akademie der Wissenschaften untersucht an den Gipfeln ums Ötztal die Gletscherschmelze. NDR
Inventur im Fluss. Die Mitglieder des örtlichen Fischereiverbandes erheben regelmäßig die Fischbestände des Célé. NDR

Gefährliche Wetterextreme - Dürre und Starkregen

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2026
  • 53'
Dokumentation Der Klimawandel verstärkt die Wetterextreme. Immer öfter kommt es zu Dürre und Starkregen. Ihr Zusammenspiel bedroht Mensch und Natur. Wenn Hitze die natürlichen Lebensräume schwächt, kann ein folgender Starkregen ganze Landstriche zerstören. Im Wechsel beschleunigen Dürre und Starkregen das Artensterben, sie gefährden unsere Trinkwasserversorgung und sogar die Welternährung.

Inhalt

Der Klimawandel hat gravierende Folgen für Mensch und Natur. Flüsse, Wälder, Gletscher, Grundwasser, selbst unsere Äcker und das Leben auf dem Land und in den Städten - alles verändert sich, wenn sich die Erde erwärmt. Das volle Ausmaß dieser Veränderungen ist dabei noch gar nicht bekannt. Der Grund allerdings schon sehr lange: Im Jahr 1834 hat der französische Physiker Émile Clapeyron nachgewiesen: Wärmere Luft hat andere Eigenschaften als kalte. Die aktuell auftretenden direkten Folgen dieser alten Erkenntnis sind die Veränderungen des Wetters. Trockenphasen und Starkregenereignisse werden häufiger und extremer. Sie wüten oft nacheinander in identischen Regionen. Im Wechsel verändern die Wetterphänomene die Lebensräume schneller und auch grundlegender als bisher angenommen - mit fatalen Folgen. Sie verstärken das Artensterben und gefährden den Zugang zu sauberem Wasser und zu Nahrungsmitteln. Weder die Natur noch die Städte und die Gesellschaft sind auf das Tempo der Veränderungen vorbereitet. Filmemacher Torsten Mehltretter hat sich auf Spurensuche begeben und unterschiedliche Wissenschaftler getroffen, die sich mit den Wechselwirkungen beschäftigen. Ihre Erkenntnisse sind beängstigend. An den Gletschern in 3.000 Metern Höhe sind die Folgen genauso zu beobachten wie in Flussbetten und in unterirdischen Grundwasservorkommen. Auch in der Arbeitswelt werden sie inzwischen regelmäßig zum Problem. Noch aber ist Zeit, um auf die Wetterextreme zu reagieren - sofern ihre Weiterentwicklung gebremst und der Ausstoß von Treibhausgasen endlich gestoppt wird.

Sendungsinfos

Regie: Torsten Mehltretter Stereo
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