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ARTE Sa. 29.08.
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Usha spendet ihr Haar im Mailam-Murugan-Tempel. Aus dem Haar werden Haarverlängerungen gefertigt. NDR
Der Küstentempel von Mahabalipuram im Bundesstaat Tamil Nadu gilt als einer der ältesten Freibautempel Südindiens. Er zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. NDR
Venkatesh Perumal hilft in seiner Freizeit als Priester in einem Tempel in Moolakulam, einem Vorort von Pondicherry, aus. NDR
Tauchlehrerin Amrutha freut sich nach einer Tauchstunde über den Fortschritt ihrer Schülerinnen. NDR
Raji ist eine von wenigen indischen Rikscha-Fahrerinnen. Seit sieben Jahren ist die 52-Jährige in Chennai im Geschäft. NDR
Schnitzereien auf einem hinduistischen Tempel in Moolakulam, einem Vorort von Pondicherry NDR
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Indiens unbekannter Südosten

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Götter, Karma, Tempelhaar

  • D, IND 2023
  • 44'
Land und Leute Indiens Südosten ist touristisch nahezu unbekannt, obwohl schon in der Antike ein reger Warenverkehr zwischen dem Mittelmeerraum und Häfen des indischen Subkontinents herrschte. Die Tradition des Handels prägt das kulturelle und religiöse Erbe bis heute. Regisseurin Roopa Rao begibt sich auf Spurensuche.

Inhalt

Indiens Südosten ist touristisch nahezu unbekannt, obwohl schon in der Antike ein reger Warenverkehr zwischen dem Mittelmeerraum und Häfen des indischen Subkontinents herrschte. Die Tradition des Handels - auch mit Echthaar, wie in der Dokumentation eindrücklich gezeigt wird - prägt das kulturelle und religiöse Erbe der Menschen bis heute. Die indische Regisseurin Roopa Rao begibt sich auf Spurensuche und zeigt mit farbenfrohen Bildern nicht nur die reiche Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft, die mit Stereotypen bricht. Gleichzeitig taucht sie in die hinduistische Götterwelt ein. Denn nirgendwo ist Indien hinduistischer als im Südosten des Landes. Und nirgendwo sonst in Indien hat der Handel mit Europa die Menschen mehr geprägt. Die Hafenstädte des indischen Subkontinents sind seit Jahrtausenden Tore zur Welt. Nun versucht eine junge Generation von Indern, mit überholten Dogmen zu brechen; einen modernen Ansatz zu finden, der einen zeitgemäßen Lebensstil mit konservativen Werten der Geschichte vereint. So wie Usha. Die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern, die früh ihren Mann verlor, hat einen Plan gefasst: Als Opfergabe möchte sie ihr langes, dickes Haar spenden - im berühmten Mailam-Murugan-Tempel. Die Tradition der Haarspende ist in Südindien stark ausgeprägt. Die Spenden werden dabei auf dem internationalen Markt weiteverkauft. Viele Menschen in Indien leben vom Handel mit Echthaar. So auch Rajini, der jeden Morgen mit anderen Männern aufbricht, um in angrenzenden Orten sogenanntes Kammhaar aufzukaufen - Haar, das beim Bürsten oder Kämmen ausgefallen ist - und dieses dann an den nächsten Händler zu bringen.

Sendungsinfos

Regie: Roopa Rao Stereo
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