Kampf um Harvard
GESELLSCHAFT UND POLITIK Angst (Folge: 1), USA 2025
Kampf um Harvard
GESELLSCHAFT UND POLITIK Justiz (Folge: 3), USA 2025
ARTE
Di. 27.10.
Doku
Kampf um Harvard
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Geld
- 2. Folge
- USA 2025
- 30'
Gesellschaft und Politik
Nach ersten Einschüchterungsmaßnahmen setzt der US-Präsident auf eine Waffe, die er besser beherrscht als jeder andere: das Geld. Nachdem die Regierung die Columbia University in die Knie gezwungen hatte, fror sie für Harvard bestimmte Fördermittel in Milliardenhöhe ein, um ihren Kurs durchzusetzen und die sogenannte woke Bewegung zu bekämpfen. Würde sich Harvard erpressen lassen?
Inhalt
Im Januar 2025, unmittelbar nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus, erklärte Trump den amerikanischen Universitäten den Krieg. Nach ersten Einschüchterungsmaßnahmen setzte der US-Präsident auf eine Waffe, die er besser beherrscht als jeder andere: das Geld. Sein erster Schlag traf nicht Harvard, sondern die Columbia University in New York. Nachdem der Hochschule rund 400 Millionen Dollar an Fördermitteln entzogen worden waren, gab sie den Forderungen der Regierung nach und zahlte am Ende sogar drauf, um eine dauerhafte Finanzierung zurückzuerlangen. Damit war der Harvard University klar, dass es sie als die reichste Universität der Welt als Nächstes treffen würde.
Trotz eines Stiftungsvermögens von über 50 Milliarden Dollar sind die Forschungsabteilungen in Harvard stark auf nationale Gelder angewiesen. Die von Elon Musk geleitete Organisation der US-Administration "Department of Government Efficiency" machte diese Fördermittel zur politischen Waffe. Programme zu Klima, Gender, Race und Diversität verloren ihre Finanzierung - damit trat ein ideologischer Konflikt offen zutage, der schon lange schwelte. Tatsächlich warf ein Teil der amerikanischen Rechten den Universitäten schon lange vor, die künftigen Eliten zu indoktrinieren und ein zu progressives Gesellschaftsbild zu verbreiten. Das MAGA-Lager wollte diese Programme nun systematisch zurückdrängen. Als über acht Milliarden Dollar an Mitteln eingefroren wurden, wollte Harvards neuer Präsident Alan Garber zunächst verhandeln und weckte die Befürchtung, er folge dem Beispiel der Columbia University. Studierende forderten die Hochschulleitung öffentlich zum Widerstand auf. Doch angesichts des finanziellen Drucks wirkte selbst die reichste Universität der Welt verwundbar. Bald fragte man sich auf dem Campus nicht mehr, ob Harvard nachgeben würde, sondern nur noch, wann.
Sendungsinfos
Regie: Sandrine Rigaud, Serge Turquier, Robert Libetti, Mike Shum
Stereo