Die kleinen und die großen Lügen
TV-DRAMA, D 2026
Talking Heads - Stop Making Sense
DOKUMENTARFILM, USA 1984
ARTE
Fr. 13.11.
Doku
Klaus Nomi
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Sänger der dritten Art
- F 2025
- 52'
Dokumentation
Klaus Nomi, der deutsche Countertenor mit außerirdischem Look, revolutionierte in den 1980er Jahren die Popkultur - zwischen Barockoper und New Wave. Als einer der ersten prominenten Aids-Toten 1983 hinterließ er ein einzigartiges Erbe. Die Dokumentation erinnert an den queeren Visionär, dessen Einfluss bis heute nachhallt.
Inhalt
Mehr als 40 Jahre nach seinem Tod ist Klaus Nomi immer noch eine Ikone - ein Künstler, der Grenzen sprengte und die Popkultur für immer veränderte. Mit seiner sphärischen Countertenorstimme, die mühelos zwischen Bassbariton und opernhafter Höhe wechselte, und seinem retrofuturistischen Look aus Kunststoffkostümen und außerirdischem Make-up wurde er zum Pionier einer neuen Ästhetik. Nomi war nicht nur Sänger, sondern ein Gesamtkunstwerk, das Oper und New Wave verschmolz.
Die Dokumentation von Thomas Boujut porträtiert einen kompromisslosen Künstler, der in den Undergroundclubs des New Yorker East Village und an der Seite von David Bowie in "Saturday Night Live" Geschichte schrieb. Mit seiner androgynen Erscheinung und seiner Musik brach er Geschlechterklischees auf und schuf einen Sound, der bis heute nachwirkt.
Doch Nomis Karriere war so kurz wie intensiv. 1983 starb er als einer der ersten prominenten Opfer an den Folgen von Aids - nur wenige Monate nachdem er mit seiner Interpretation von "The Cold Song" die Musikwelt begeistert hatte. Der Film nähert sich dem Mythos durch die Erinnerungen seiner engsten Weggefährten: Joey Arias, sein Bühnenpartner, und Kristian Hoffman, sein musikalischer Leiter, erzählen von einem Künstler, der keine Kompromisse kannte.
Auch die Gegenwart holt der Film ein: Flora Fishbach und Christine and the Queens bezeugen, wie Nomis Erbe in ihrer eigenen Kunst weiterlebt. Mit seltenem Archivmaterial und eindringlichen Performances entsteht ein Porträt und eine Feier des Andersseins, der radikalen Kreativität und des Muts, sich nicht zu verstecken.
Sendungsinfos
Regie: Thomas Boujut
Stereo