ARTE
ARTE Sa. 12.09.
Doku
Camille Emmanuelle ist eine französische Autorin und Journalistin, die vor allem für ihre Arbeit zu Themen wie Sexualität, Gender und Feminismus bekannt ist. ARTE/ORF
Die bildende Künstlerin Julia Bugram bei der Arbeit: Ihre Arbeiten sind ein Kommentar auf das jahrhundertealte Stereotyp des "Male Gaze". ARTE/ORF
Die Kunsthistorikerin Nadeije Laneyrie-Dagen vor der Skulptur "Little TV Woman: I Am The Last Woman Object" der Künstlerin Nicola L. ARTE/ORF
Eine Grafik zeigt die berühmte Skulptur des "David" von Michelangelo mit halb heruntergelassenen Jeans. ARTE/ORF
Eine Grafik zeigt die rund 26.500 Jahre alte altsteinzeitliche Venusfigurine "Venus von Willendorf" hoch in den Wolken. ARTE/ORF

Kleine Kulturgeschichte der Erotik

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F, A 2026
  • 52'
Dokumentation Obszönität ist eine Erfindung der Moderne, denn historisch betrachtet hatte man meistens keine großen Berührungsängste mit Nacktheit und sexuellen Darstellungen. Von der Antike durch die neugierige Renaissance über die zugeknöpfte Moderne zu einer neuen - meist weiblichen - Avantgarde: Patrick Catuz führt durch die Kunstgeschichte und sucht Wege zu einer ganz neuen Ars Erotica.

Inhalt

Kann erotische Kunst heutzutage noch gedeihen? Wie hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte verändert? Was können bildende Kunst, Film und Literatur über wechselnde Moralvorstellungen erzählen? Und wo liegt die Schwelle zum Tabu? Die alten Römer trieben es noch recht wild: Bei den Grabungsarbeiten von Pompeji wurden Wandmalereien entdeckt, die eindeutiger nicht sein könnten, viele Alltagsgegenstände waren mit Phalli ausgestattet. Dann eroberte das Christentum mit seiner Vorstellung von Sünde Europa - und schlug vielen Statuen die Nasen ab. Zugrunde lag die Vorstellung, so könnten im Inneren eingeschlossene Dämonen entfleuchen. Dabei haben wir in der Moderne sogar unsere Vergangenheit umgedeutet: Die Antike stellen wir uns gern erhaben vor - dabei war sie viel wilder, als wir vielleicht denken. Im Laufe der Kunstgeschichte waren es fast immer Männer, die nackte Frauen malten. Auch heutzutage dominiert der männliche Blick, obwohl es an den Kunstschulen weit mehr weibliche Absolventinnen gibt. Literatur und Film waren ebenfalls lange Zeit von männlichen Fantasien getrieben. Die vergangenen Jahrzehnte sind es aber eher Frauen, die für Aufregung sorgen. Patrick Catuz führt durch die verwegene Seite der Kunstgeschichte und sucht Wege zu einer ganz neuen Ars Erotica.

Sendungsinfos

Regie: Patrick Catuz Stereo
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN