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ARTE Sa. 25.04.
Doku
Ein Jugendlicher in Mexiko mit einem Gewehr. Viele Drogenkartelle rekrutieren gezielt minderjährige Jungen ? oft aus armutsgeprägten Regionen ohne Bildungs- oder Berufsperspektive. ZDF
Bewaffnete Einsatzkräfte bei einer Anti-Kartell-Operation. Seit 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg über 400.000 Menschen getötet ? viele von ihnen sind Zivilisten. ZDF
Ein Jugendlicher in Mexiko mit einem Gewehr. Viele Drogenkartelle rekrutieren gezielt minderjährige Jungen - oft aus armutsgeprägten Regionen ohne Bildungs- oder Berufsperspektive. ZDF

Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Tod aus Mexiko: Krieg der Drogen-Kartelle

  • D 2025
  • 26'
Politik Mexiko kämpft seit Jahrzehnten gegen Drogenkartelle, die mit Gewalt, Korruption und Milliardenprofiten das Land destabilisieren. Mehr als 400.000 Menschen wurden getötet, mehr als 125.000 gelten als verschwunden. Ganze Regionen sind in der Hand rivalisierender Gruppen. Doch der Konflikt reicht weit über die Grenzen hinaus - Mexiko ist Transitland im globalen Drogengeschäft.

Inhalt

Mexiko steht seit Jahrzehnten im Zentrum eines eskalierenden Drogenkriegs. Mehr als 400.000 Menschen wurden seit 2006 getötet, mehr als 125.000 gelten als verschwunden. Drogenkartelle kontrollieren weite Teile des Landes, während der Staat von Korruption zerfressen und von Ohnmacht gelähmt ist. In Städten wie Tijuana, Culiacán oder Doctor Coss liefern sich bewaffnete Banden Gefechte mit selbstgebauten sogenannten Narco-Tanks. Massengräber in Wohngebieten sind keine Ausnahme. Viele Opfer bleiben namenlos. Wer verschwindet, war oft nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Mexiko ist ein zentrales Transitland im globalen Drogennetzwerk. Kokain aus Südamerika, Methamphetamin aus inländischen Laboren und die synthetische Droge Fentanyl gelangen von hier aus in die USA und weiter nach Europa, Asien und Afrika. Im Gegenzug fließen Geld und Waffen zurück. Der illegale Handel ist ein Milliardengeschäft - und macht die Narco-Bosse zu mächtigen Akteuren. Die Kartelle rekrutieren gezielt junge Männer aus armen Regionen, versprechen Einkommen, Aufstieg und Schutz. Sie unterwandern Behörden, Justiz, Polizei und Militär. Der Fall der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa zeigte 2014, wie eng organisierte Kriminalität und staatliche Stellen kooperieren. Die Gewalt ist systemisch, die Angst allgegenwärtig. Doch der Konflikt betrifft längst nicht nur Mexiko. Die USA als Hauptzielland der Drogen aus Mexiko erhöhen den Druck - und schließen militärisches Eingreifen nicht mehr aus.

Sendungsinfos

Regie: Martin Koddenberg, Lina Schuller Stereo
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