ARTE
ARTE Sa. 11.04.
Doku
Zehntausende folgen dem Aufruf der Huthis zu einer Freitagsdemonstration in der Hauptstadt Sanaa. ZDF
Bewaffnete Huthi-Kämpfer in der Wüste. Die Rebellen nutzen das schwer zugängliche Gelände als Rückzugsorte und Waffenverstecke. ZDF
Frauen und Kinder an einer Wasserstelle in einem Vertriebenencamp im Jemen. Wasserknappheit gehört zu den größten Herausforderungen der humanitären Krise. ZDF
Die Stadt Taiz liegt seit Jahren an der Frontlinie zwischen Huthis und Regierungstruppen. Der jahrelange Stellungskrieg hat weite Teile der Stadt unbewohnbar gemacht. ZDF

Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Huthi-Rebellen im Jemen: Terroristen oder Freiheitskämpfer?

  • D 2025
  • 26'
Politik Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt - und ein zentraler Krisenherd im Nahen Osten. Die Miliz der radikal-islamischen Huthis kämpft seit Jahren um die Vorherrschaft im Land. Seit dem Gaza-Krieg 2023 greift die Miliz Handelsschiffe im Roten Meer an. Der Welthandel leidet, die Not der Menschen im Land wächst. Wie könnte eine Lösung für dieses geschundene Land aussehen?

Inhalt

Der Jemen, am südlichsten Zipfel der Arabischen Halbinsel, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es handelt sich um ein Land mit einer reichen Kultur und Historie, doch nach zehn Jahren Bürgerkrieg herrscht bittere Not: zerstörte Städte, fehlende Versorgung, systematische politische Repression. Eine verlorene Generation von Kindern wächst ohne Schulbildung, ohne medizinische Versorgung und ohne Nahrung auf. Hilfslieferungen werden blockiert, geplündert oder auf dem Schwarzmarkt verkauft. Das Elend des Landes geht auf das Konto der radikal-islamischen Huthis. Seit Jahren kämpft die Miliz gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Über 400.000 Menschen starben bereits an den Folgen des Krieges. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen - rund die Hälfte der Bevölkerung. Seit Oktober 2023 ist aus dem lokalen Konflikt ein regionaler geworden: Seither greifen die Huthis verstärkt internationale Handelsschiffe im Roten Meer an - offiziell, um die Palästinenser im Gaza-Krieg gegen den Erzfeind Israel zu unterstützen. Trotz jahrelanger Luftschläge und internationaler Interventionen gelang es weder Saudi-Arabien noch der UN-gestützten Regierung, die Huthis zu besiegen. Die Miliz hat sich im Chaos des Bürgerkriegs zur dominierenden Kraft im Land entwickelt. Geschickt nutzt sie Krieg, Religion und Notstand, um ihre Macht weiter auszubauen - und sich als Bollwerk gegen den Westen zu präsentieren. Ohne Waffenstillstand und eine neue politische Strategie droht der Jemen, zwischen Blockade, Gewalt und Einflussnahme noch weiter zerrieben zu werden.

Sendungsinfos

Regie: Martin Koddenberg, Lina Schuller Stereo
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