ARTE
ARTE Fr. 29.05.
Doku
Dichte Gaswolken erzeugen durch Reibung sehr starke Magnetfelder, die Materie entlang der magnetischen Kraftlinien ins All schleudern ? so entsteht ein Jet. ZDF
Vor zehn bis zwölf Milliarden Jahren explodierten sehr viele Supernovas. Die schweren Elemente, die in diesen Explosionen erschaffen wurden, sind durch Schwarze Löcher im Universum verteilt worden. ZDF
Die Milchstraße ist nur eine von Milliarden Sterneninseln im Universum. ZDF
Ein Schwarzes Loch mit einem Materiejet, der eine Länge von Millionen Lichtjahren erreichen kann ZDF
Das erste Bild eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxis Messier 87 (M87), rund 55 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ZDF
Das 100-Meter-Radioteleskop in der Eifel erforscht das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße. ZDF

Leben aus dem All

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Schwarze Löcher

  • D 2020
  • 52'
Astronomie Schwarze Löcher sind nicht nur Materie verschlingende Schwerkraftmonster, sie haben auch die Grundlagen für Leben geschaffen - und das bereits vor mehr als zehn Milliarden Jahren. Mit ihren Jets verteilten sie lebensnotwendige Elemente gleichmäßig im gesamten All. Ohne Schwarze Löcher wären in den Galaxien keine lebensfreundlichen Zonen entstanden. Sogar die Galaxien selbst würden ohne Schwarze Löcher nicht existieren. Weltweit stoßen Wissenschaftler auf immer mehr Belege dafür, dass Schwarze Löcher die Entwicklung von Leben entscheidend beeinflusst haben.

Inhalt

Immer mehr deutet darauf hin, dass Schwarze Löcher die Bedingungen für Leben geschaffen haben - und das bereits vor mehr als zehn Milliarden Jahren und überall im Universum. Es gibt Hunderte Milliarden Galaxien im All, und im Zentrum der meisten wird ein supermassereiches Schwarzes Loch vermutet. Sie wirken überall im Kosmos. Je weiter die Forscher zurück in die Vergangenheit blicken, umso größere Schwarze Löcher entdecken sie - Objekte mit Milliarden Sonnenmassen und enormen Jets, die viele Lichtjahre weit ins All strahlen. Mit diesen Jets haben Schwarze Löcher einst die Grundlagen für Leben geschaffen, sagt die Astrophysikerin Aurora Simionescu, die am SRON Netherlands Institute for Space Research in Utrecht forscht. Sie hat die Verteilung lebenswichtiger Elemente an unterschiedlichen Orten im Weltraum untersucht. Dabei stellte sie fest, dass diese Elemente überall vorhanden sind: Ob in Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien, im leeren Weltraum zwischen den Sterneninseln oder in unserem heimischen Sonnensystem - überall im Kosmos lagen die lebenswichtigen Elemente im gleichen Mengenverhältnis vor. Es musste eine kosmische Kraft existieren, die die Elemente weit im All verteilt. Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching simuliert mit Supercomputern, wie diese Durchmischung des Alls mit den Elementen des Lebens stattfand. Aber Schwarze Löcher sorgen auch für stabile Galaxien mit lebensfreundlichen Regionen. Ohne das Schwarze Loch im Zentrum unserer eigenen Galaxie wäre auch das Leben auf der Erde nie entstanden. Dafür finden Forscher immer mehr Belege.

Sendungsinfos

Regie: John Alfons Kantara Untertitel, Stereo
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