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ARTE Di. 01.09.
Doku
Rotgardisten schwenken "Das Kleine Rote Buch", auch die Mao-Bibel genannt. Offiziell handelt es sich um die "Worte des Vorsitzenden Mao Zedong". Es ist das wichtigste Referenzwerk innerhalb des Maoismus. SWR
Junge Chinesen folgen begeistert Maos Ruf und verbreiten als "Rote Garde" während der Kulturrevolution Schrecken und Terror. SWR
Mao Zedong 1966 während der Kulturrevolution: Heute wird zum Machterhalt teils bewusst an den mythisch aufgeladenen Revolutionär angeknüpft. SWR
Mao Zedong im Jahr 1967 bei einer Überprüfung der Armee während der Kulturrevolution SWR
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping besucht Yan?an, den Ort, an dem Mao und seine Anhänger 1935 am Ende des sogenannten Langen Marsches angekommen waren. SWR
Singende Studentinnen und Studenten im Jahr 1971 vor einem Plakat mit Mao Zedong und dem damaligen Verteidigungsminister Lin Piao SWR
Studierende bei einer Veranstaltung am 21. Dezember 2013 an der Shanxi-Universität zum Gedenken an den 120. Geburtstag des sogenannten ?Großen Vorsitzenden? Mao Zedong SWR
Memorabilien von Mao Zedong und Xi Jinping in einem Pekinger Souvenirladen SWR

Mao - Chinas roter Kaiser

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Kulturrevolution

  • 3. Folge
  • D 2024
  • 52'
Geschichte Nach dem Desaster des "Großen Sprungs nach vorn" ist Mao von innerparteilichen Feinden umzingelt. Er plant den Gegenangriff: "Die große proletarische Kulturrevolution". Dabei kann er sich auf die Hilfe der Jugend verlassen, die als Rote Garden Jagd auf "Konterrevolutionäre" machen. Das Land versinkt im Chaos, doch Mao geht als Sieger hervor und wird Staatschef auf Lebenszeit.

Inhalt

Nach den katastrophalen Folgen des "Großen Sprungs nach vorn" steht Mao Zedong in der Kritik. Er sorgt sich um sein Erbe und holt zum Gegenschlag aus, um seine Rivalen auszuschalten. Mao ruft die "Große proletarische Kulturrevolution" aus. Als Motor seiner Kampagne hat er die Jugend auserkoren, die sich als Rote Garden formieren und die "konterrevolutionären Elemente" in der Gesellschaft beseitigen soll. Bewaffnet mit einer Sammlung von Mao-Zitaten ziehen die Roten Garden durch Städte und Dörfer, zerstören kulturelle Artefakte und setzen Lehrer, Intellektuelle und auch Parteifunktionäre Gewalt und Demütigungen aus. Das Land versinkt in ein Klima der Angst, des Misstrauens und der Gewalt. Mao kann das anarchische Chaos nur durch militärisches Eingreifen beenden. Trotzdem wird der Revolutionär im Westen zur Ikone der beginnenden Studentenrevolten. Am Ende der Kulturrevolution gelingt es dem alternden Mao nicht, einen Nachfolger zu bestimmen. Von Parkinson und Schlaganfällen gezeichnet stirbt er 1976. Mit der Parole "70 Prozent gut, 30 Prozent schlecht" beendet die Partei die Aufarbeitung des Mao-Regimes. Bis heute dient Mao in der mythisch aufgeladenen Figur des Großen Vorsitzenden dem Regime zum Machterhalt - insbesondere unter Xi Jinping, der in mancher Hinsicht bewusst an Mao anknüpft.

Sendungsinfos

Regie: Paul Wiederhold, Annette Baumeister Untertitel, Hörfilm, Stereo
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