ARTE
ARTE So. 29.11.
Doku
Damaraland-Graumulle sind Verwandte der Nacktmulle. Sie leben, ähnlich wie Bienen, in einem Staat mit einer Königin. Ihr Leben spielt sich ausschließlich unter der Erde ab. BR
Ein Damaraland-Graumull in der Falle: Wissenschaftler fangen alle Individuen einer Kolonie und verfolgen über mehrere Jahre, wie sie sich entwickelt. BR
Wüstenelefanten sind speziell an die kargen Bedingungen der Wüste angepasst. Um die wenigen Wasserstellen in ihrem Lebensraum zu finden, sind sie auf das Wissen und die Erfahrung der Matriarchin angewiesen. BR
Tüpfelhyänen leben in strikten Hierarchien, die von einem dominanten Weibchen angeführt werden. Das dominante Weibchen kann seine Stellung im Clan an ihren Nachwuchs weitergeben. BR
Die Weibchen der Tüpfelhyänen sind nicht nur größer und stärker als die Männchen, sie sind auch stark ?vermännlicht?. Sie haben eine verlängerte Klitoris, einen sogenannten Pseudopenis. Äußerlich sind sie dadurch kaum von Männchen zu unterscheiden. BR
Wüstenelefanten sind eine Form des Afrikanischen Elefanten. Wie alle Elefanten leben sie in Herden, die von Weibchen angeführt werden ? sie leben in einem klassischen Matriarchat. BR
Hanna Bensch von der Linné-Universität gräbt eine Falle ein. Jedes Jahr versucht sie, alle Individuen einer Damaraland-Graumull-Kolonie einzufangen, um zu sehen, wie sie sich entwickelt. BR

Matriarchate in der Tierwelt

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Wenn Weibchen die Macht haben

  • D 2023
  • 52'
Tiere Nur sehr wenige Säugetierarten werden von Weibchen angeführt. Mit welchen Mitteln schaffen sie es, sich gegen die sonst dominanten Männchen durchzusetzen? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind den Strategien der Anführerinnen im Tierreich auf der Spur.

Inhalt

Klassische Matriarchate wie bei den Elefanten sind ein Musterbeispiel für sanfte Führung im Tierreich. Jedoch fehlen bei den Elefanten die ausgewachsenen Männchen in der Herde. Die Weibchen müssen und könnten sich auch nicht gegen die Elefantenbullen durchsetzen. Die aktuelle Forschung interessiert sich vor allem für Tiergesellschaften, bei denen Weibchen über Männchen dominieren, wie zum Beispiel bei den Tüpfelhyänen oder den Lemuren. Bei ihnen sind die Weibchen durch erhöhte Testosteronspiegel vermännlicht. Ein anderes Extrem der weiblichen Dominanz sind Graumulle. Die Verwandten der Nacktmulle leben in einem Staat mit einer Königin und Arbeitsteilung, ähnlich wie bei den sozialen Insekten - einzigartig unter den Säugetieren. Was braucht man als Säugetierweibchen, um Anführerin zu sein? Mit welchen Mitteln hält man sich an der Spitze? Wie setzen sich die Weibchen gegen die Männchen durch? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Biologinnen und Biologen sowie Verhaltensforscherinnen und Verhaltensforscher rund um den Globus.

Sendungsinfos

Regie: Robert Sigl Stereo
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