ARTE
ARTE Fr. 20.02.
Doku
In Szklarska Poreba Górna, früher Oberschreiberhau genannt, muss man umsteigen vom tschechischen in den polnischen Zug, der dann weiter nach Jelenia Góra fährt. SWR
Jakuszyce, früher Jakobstal genannt, ist der am höchsten gelegene Bahnhof Polens. Als er und die Verbindung über den Neuweltpass 1902 gebaut wurden, war er der höchste Preußens. SWR
Das Boberviadukt kurz vor Jelenia Góra ist eines der großen Eisenbahnbauwerke auf der Strecke. Inzwischen ist es in viel Grün gehüllt und nicht mehr leicht zu filmen oder fotografieren. SWR
Auf der Zugreise zwischen Iser- und Riesengebirge geht es durch dichte, einsame und verwunschene Wälder, in denen die Geschichten rund um den Berggeist Rübezahl spielen. Manche Menschen in den Bergen glauben heute noch an die Sagengestalt. SWR
Das Viadukt bei Smrzovka, früher Morgenstern genannt, ist ein Highlight auf der Zugstrecke von Liberec nach Szklarska Poreba. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut, eine Zeit, in der Nordböhmen zu Österreich-Ungarn gehörte. SWR
Zwischen Tanvald und Harrachov verkehren zu besonderen Anlässen Sonderzüge mit Zahnradloks aus den 1960er Jahren. Unterwegs weicht der historische Zug aus, um den Regel- und Gegenverkehr durchzulassen. SWR

Mit dem Zug zwischen Iser- und Riesengebirge

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2022
  • 52'
Land und Leute Ein Zug verbindet: Er erklimmt den Kamm der Sudeten und hangelt sich zwischen Iser- und Riesengebirge durch. Seit 2010 gibt es den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen dem tschechischen Nordböhmen und dem polnischen Niederschlesien wieder, der seit dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen war. Von Liberec geht es nach Tanvald, wo eine zum Kulturdenkmal erklärte Zahnradbahnstrecke beginnt. Weitere Etappen sind der Wintersportort Harrachov und Szklarska Poreba, ehemals Schreiberhau. Hier glauben Schatzsucher noch an den Berggeist Rübezahl. In Jelenia Góra im Hirschberger Tal endet die Reise.

Inhalt

Ein Zug verbindet: Er erklimmt den Kamm der Sudeten und hangelt sich zwischen Iser- und Riesengebirge durch. Seit 2010 gibt es den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen dem tschechischen Nordböhmen und dem polnischen Niederschlesien wieder, der seit dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen war. Landschaften, Städte und Menschen spiegeln die wechselvolle Geschichte einer besonderen Grenzregion wider. So hieß das tschechische Liberec einst Reichenberg und gehörte zu Österreich-Ungarn. Mit der Straßenbahn lässt sich die Innenstadt mit ihren prachtvollen Villen erkunden. Jablonec nad Nisou, früher Gablonz, ist seit jeher für kunstvollen Glasschmuck bekannt. Die überwiegend sudetendeutschen Unternehmer mussten nach dem Zweiten Weltkrieg gehen, doch es gibt auch heute wieder erfolgreiche Hersteller. Hinter Tanvald beginnt eine Zahnradbahnstrecke, die zum Kulturdenkmal erklärt worden ist. Nach zahlreichen Tunneln geht es über die Iserbrücke, die erst die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Preußen und dann zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland war. Weitere Etappen sind der Wintersportort Harrachov, der Neuweltpass zwischen Iser- und Riesengebirge mit der heutigen Grenze nach Polen und Szklarska Poreba, ehemals Schreiberhau. Hier glauben Schatzsucher noch an den Berggeist Rübezahl. Im Hirschberger Tal dann beeindrucken schmucke Schlösser. Einige haben die Nachfahren der Erbauer liebevoll in Schlosshotels verwandelt. In Jelenia Góra, früher Hirschberg, endet die Reise. Der Zug hat zwei Länder und zahlreiche Menschen miteinander verbunden.

Sendungsinfos

Regie: Kirsten Ruppel Untertitel, Stereo
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