ARTE
ARTE Do. 19.11.
Doku
Das Zebu - ein zentrales Element im spirituellen Leben der Völker Äthiopiens ARTE F
Auch in Brasilien sind Zebus weit verbreitet: Dank ihrer Widerstandskraft gegen Hitze, Krankheiten und Parasiten kommen sie mit der fordernden Umgebung bestens zurecht. ARTE F
Auf dem Widerrist zwischen den Schultern der Zebus befindet sich ein Buckel aus Fettgewebe. Dieser hat eine wichtige Aufgabe: Er dient zur Anpassung an trockene Klimazonen. ARTE F
Helfer des Menschen: Durch die Domestizierung wurde das Zebu zu einem ausdauernden Transport- und Arbeitstier. ARTE F

Muh! Die Geschichte des Hornviehs

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Das Zebu erobert die Trockenzonen

  • F 2021
  • 43'
Tiere Der Siegeszug des indischen Zebus, auch Buckelrind genannt, ist eine Reise durch heiße, oftmals trockene Regionen. Das Rind hat sich an warme Klimazonen angepasst und zeichnet sich vor allem durch seinen Fettbuckel aus. Die Menschen im Industal machten das Tier einst zu einem zentralen Element ihres Lebens und zu einem robusten Gehilfen für die Feldarbeit.

Inhalt

Das Zebu, auch Buckelrind genannt, ist die domestizierte Form des indischen Auerochsen, einer heute ausgestorbenen Wildform des Rindes, die einst auf dem indischen Subkontinent lebte. Bereits vor 6.000 bis 8.000 Jahren war den Menschen im Industal zwischen dem heutigen Indien und Pakistan eine Besonderheit im Körperbau der Zebus aufgefallen: ein Buckel aus Fett auf dem Widerrist zwischen den Schultern. Wie der Höcker bei den Dromedaren dient er der Anpassung des Tieres an trockene Klimazonen, wo es teilweise wochenlang an Wasser und Nahrung fehlt. Die Menschen domestizierten das Zebu und machten es zu einem ausdauernden Arbeitstier - und das so erfolgreich, dass das Tier im Laufe der Jahrtausende bis an die Grenzen Europas und Afrikas gelangte. Heute bildet das Zebu ein zentrales Element im Alltag und spirituellen Leben der Völker Äthiopiens, die eng mit ihren Tieren zusammenleben. Dank ihrer Widerstandskraft gegen Hitze, Krankheiten, Insekten und Parasiten gibt es heute sogar in Brasilien Buckelrinder. Hier bilden sie die größte Rinderherde der Welt und ein gigantisches Versuchsfeld für genetische Forschungen. Unter der extensiven Weidewirtschaft leidet allerdings die Natur, vor allem der Amazonas-Regenwald. Alte Praktiken wie Flächenstilllegungen und Rotationsbeweidung sollen ein neues Gleichgewicht zwischen Rinderzucht und Naturschutz herstellen. Im Schweizer Mittelland will man das Zebu mit lokalen Rinderrassen kreuzen und so ein Vieh züchten, das bestmöglich an die neuen klimatischen Bedingungen angepasst ist.

Sendungsinfos

Regie: Xavier Lefebvre Stereo
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