ARTE
ARTE Di. 01.09.
Doku

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Ein Dorf und 1 Million Hühner

  • 2026
  • 35'
Reportage Jedes fünfte Huhn, das in der EU gegessen wird, stammt aus Polen. Als Europas größter Geflügelproduzent setzt das Land auf große Mastanlagen. Barbara Bil kämpft gegen eine davon. Rund 1 Million Hühner werden neben ihrem Grundstück in Kode? gemästet. Die Seniorin stört der Gestank und fürchtet den Verlust ihrer Heimat. Doch die Branche verspricht Wachstum und Arbeitsplätze.

Inhalt

Jedes fünfte Huhn, das in der EU gegessen wird, stammt aus Polen. Das Land ist Europas größter Geflügelproduzent. Konzerne bauen immer mehr Mastanlagen - und stoßen zunehmend auf Widerstand. In Kode? in Ostpolen steht neben dem Grundstück von Barbara Bil eine Mastanlage für rund eine Million Hühner. Die 19-fache Großmutter wollte den Hof für ihre Großfamilie ausbauen, doch die Pläne wurden durch den Bau der Ställe durchkreuzt. Während einige Dorfbewohner die Investition als Chance für Arbeitsplätze und Entwicklung sieht, sorgen sich Barbara Bil und andere Anwohner. Katarzyna Wujek ist nach vielen Jahren in London in ihre Heimat in der Nähe von Lodz zurückgekehrt, um sich auf dem Land um ihre kranken Eltern zu kümmern. Nun soll auch hier ein großer Stall entstehen. Zusammen mit anderen Anwohnern will sie den Bau des Betriebs in ihrer Nachbarschaft verhindern. Mitstreiter Tomasz Tarnacki befürchtet, Schadstoffe könnten die Asthmaerkrankung seines Sohnes verschlimmern. Strengere Regeln könnten die heimische Produktion gefährden, heißt es aus der Branche. Die Industrie verweist auf Wettbewerbsdruck und internationale Märkte. Nur wer effizient produziere, könne bestehen. Dass es auch andere Wege gibt, zeigt der Kleinbauer Tomasz Jakiel. Seine Hühner wachsen langsamer, mit mehr Platz, frischer Luft und Sonnenlicht. Das Fleisch ist deutlich teurer als im Supermarkt. "Die Konsumenten müssen mit ihrem Portemonnaie über die Produktionsmethoden abstimmen", sagt er.

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