ARTE
ARTE Mo. 02.11.
Show
Das Gewandhausorchester und das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons beim Schostakowitsch Festival Leipzig 2025 MDR
Das Gewandhausorchester und das Boston Symphony Orchestra bildeten mit ihrer Aufführung der Leningrader Symphonie einen Höhepunkt des Schostakowitsch Festivals Leipzig 2025. MDR
Das Gewandhausorchester und das Boston Symphony Orchestra spielen beim Schostakowitsch Festival Leipzig 2025 anlässlich des 50. Todestages von Dmitri Schostakowitsch. MDR
Der lettische Dirigent Andris Nelsons leitete sowohl das Gewandhausorchester als auch das Boston Symphony Orchestra. MDR

Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 "Leningrader"

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Gewandhaus, Leipzig

  • D 2025
  • 84'
Klassische Musik 2025 gedenkt die Musikwelt des 50. Todestages von Dmitri Schostakowitsch. Das Gewandhausorchester widmet dem großen russischen Komponisten ein ganzes Festival, bei dem fast alle Instrumentalwerke erklingen. Ein Höhepunkt ist die gemeinsame Aufführung der "Leningrader Symphonie" durch das Gewandhausorchester Leipzig und das Boston Symphony Orchestra, dirigiert von Andris Nelsons.

Inhalt

Dmitri Schostakowitschs 7. Symphonie gehört zu den bekanntesten Beispielen politisch-ideologisch aufgeladener Werke in der Musikgeschichte. "Ich widme meine 7. Symphonie unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem unabwendbaren Sieg über den Feind, und Leningrad, meiner Heimatstadt", wurde Schostakowitsch in der "Prawda" zitiert. Von einer Glorifizierung von Kampf und Sieg ist in der Musik kaum etwas zu spüren, doch hat Schostakowitsch die Symphonie während der Belagerung Leningrads durch die deutschen Nationalsozialisten komponiert. Für die Propagandisten im Kreml eine Gelegenheit, die Musik für ihre Zwecke zu nutzen: Schnell wurde das Stück zum Symbol des antifaschistischen Widerstands - nicht nur in der Sowjetunion, auch in den USA. Die sowjetische Propaganda beschrieb das sich immer drängender entfaltende Bolero-Thema im ersten Satz als die herannahende Aggression der deutschen Nazi-Barbaren. Dabei hatte Schostakowitsch das Invasionsthema als Skizze für eine Passacaglia bereits vor dem Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion komponiert. Aber Schostakowitsch widersprach nicht. Erst in seinen Memoiren schrieb er: "Mit Gedanken an die Siebte beschäftigte ich mich schon vor dem Krieg. Sie war daher nicht das bloße Echo auf Hitlers Überfall. Ich empfinde unstillbaren Schmerz um alle, die Hitler umgebracht hat. Aber nicht weniger Schmerz bereitet mir der Gedanke an die auf Stalins Befehl Ermordeten. Ich trauere um alle Gequälten, Gepeinigten, Erschossenen, Verhungerten."

Sendungsinfos

Regie: Michael Beyer Dirigent: Andris Nelsons Stereo
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