ARTE
ARTE Mi. 26.08.
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Zur Karnevalszeit frittiert Lidia in Santa Cruz Honigkrapfen ? eine süße Tradition auf Madeira. ARTE F
1818 besuchte sogar der Kaiser die Höhlen von Postojna ? entdeckt wurden ihre schönsten Teile jedoch von einem verirrten Lampenanzünder. ARTE F
In Ganvié, der Stelzenstadt am Nokoué-See, lernen Kinder Kanu fahren, bevor sie laufen können ? Wasser ist hier Lebensquell und Zuflucht. ARTE F

Stadt Land Kunst

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Mexiko / Benin / Slowenien

  • F 2025
  • 45'
Magazin Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Mexiko: Die sozialkritische Fotokunst von Manuel Álvarez Bravo / Benin, Ganvié: Stadt des Wasservolkes / Madeira: Lidias Honigkrapfen / Slowenien: Eine Entdeckung mit der Laterne.

Themen


Mexiko: Die sozialkritische Fotokunst von Manuel Álvarez Bravo: In Mexiko kennt man Manuel Álvarez Bravo überwiegend nur unter dem Namen Don Manuel, so groß ist der Respekt vor seinem umfangreichen Werk und der Langlebigkeit. Er wurde 100 Jahre alt und hat das ganze 20. Jahrhundert erlebt. Geduldig hielt er in seiner Heimat Mexiko-Stadt die Alltagssorgen, die sozialen und künstlerischen Umwälzungen fest. Mit seiner "Philosophie der Nuancen" hat Manuel Álvarez Bravo sein Leben lang auch nach dem Wesen der dichterischen Seele geforscht. Im ständigen Dialog zwischen dem Auge des Fotografen, des Bildes und dem Blick des Betrachters lässt Manuel Álvarez Bravo über das Sichtbare hinausschauen.

Benin, Ganvié: Stadt des Wasservolkes: Man sagt, in Ganvié lernen die Kinder Kanu fahren, bevor sie laufen können. In dieser Stadt in Benin, erbaut im 18. Jahrhundert am Nokoué-See, ist das Wasser Lebensquell und Zuflucht zugleich. Die Tofinou, wörtlich "Frauen und Männer des Wassers", haben ihre Häuser auf Pfählen errichtet, einst zum Schutz vor wasserscheuen Sklavenhändlern. Im Lauf der Zeit wuchs ihre Gemeinde um den Voodoo-Kult immer enger zusammen. Die französische Kolonialmacht versuchte Einfluss auf die Gemeinde auszuüben, doch auch heute noch leben die Tofinou vom Fischfang - ungeachtet der Ströme von Touristen, die dieses sogenannte Venedig Afrikas erkunden.

Madeira: Lidias Honigkrapfen: In Santa Cruz bereitet Lidia Krapfen zu - im Karneval ein absolutes Muss. Zuerst erhitzt sie Milch mit Margarine, Zitronenschalen, Zimt und einer Prise Salz, verrührt dann alles mit Mehl zu einem Teig und lässt ihn abkühlen. Dann knetet Lidia Eier hinein und formt daraus kleine Kugeln, die sie frittiert. Zum Verzehr übergießt man die Krapfen auf Madeira immer mit Honig.

Slowenien: Eine Entdeckung mit der Laterne: Im 19. Jahrhundert waren die berühmten Höhlen von Postojna den österreichischen Machthabern wohlbekannt. 1818 stattete ihnen gar der Kaiser höchstpersönlich einen Besuch ab. Die atemberaubendsten Teile der Höhle entdeckte allerdings erst ein bescheidener Höhlenbeleuchter, der sich in ihren Gängen verirrte ...

Mexiko: Die sozialkritische Fotokunst von Manuel Álvarez Bravo: In Mexiko kennt man Manuel Álvarez Bravo überwiegend nur unter dem Namen Don Manuel, so groß ist der Respekt vor seinem umfangreichen Werk und der Langlebigkeit. Er wurde 100 Jahre alt und hat das ganze 20. Jahrhundert erlebt. Geduldig hielt er in seiner Heimat Mexiko-Stadt die Alltagssorgen, die sozialen und künstlerischen Umwälzungen fest. Mit seiner "Philosophie der Nuancen" hat Manuel Álvarez Bravo sein Leben lang auch nach dem Wesen der dichterischen Seele geforscht. Im ständigen Dialog zwischen dem Auge des Fotografen, des Bildes und dem Blick des Betrachters lässt Manuel Álvarez Bravo über das Sichtbare hinausschauen.

Benin, Ganvié: Stadt des Wasservolkes: Man sagt, in Ganvié lernen die Kinder Kanu fahren, bevor sie laufen können. In dieser Stadt in Benin, erbaut im 18. Jahrhundert am Nokoué-See, ist das Wasser Lebensquell und Zuflucht zugleich. Die Tofinou, wörtlich "Frauen und Männer des Wassers", haben ihre Häuser auf Pfählen errichtet, einst zum Schutz vor wasserscheuen Sklavenhändlern. Im Lauf der Zeit wuchs ihre Gemeinde um den Voodoo-Kult immer enger zusammen. Die französische Kolonialmacht versuchte Einfluss auf die Gemeinde auszuüben, doch auch heute noch leben die Tofinou vom Fischfang - ungeachtet der Ströme von Touristen, die dieses sogenannte Venedig Afrikas erkunden.

Madeira: Lidias Honigkrapfen: In Santa Cruz bereitet Lidia Krapfen zu - im Karneval ein absolutes Muss. Zuerst erhitzt sie Milch mit Margarine, Zitronenschalen, Zimt und einer Prise Salz, verrührt dann alles mit Mehl zu einem Teig und lässt ihn abkühlen. Dann knetet Lidia Eier hinein und formt daraus kleine Kugeln, die sie frittiert. Zum Verzehr übergießt man die Krapfen auf Madeira immer mit Honig.

Slowenien: Eine Entdeckung mit der Laterne: Im 19. Jahrhundert waren die berühmten Höhlen von Postojna den österreichischen Machthabern wohlbekannt. 1818 stattete ihnen gar der Kaiser höchstpersönlich einen Besuch ab. Die atemberaubendsten Teile der Höhle entdeckte allerdings erst ein bescheidener Höhlenbeleuchter, der sich in ihren Gängen verirrte ...

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