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ARTE Do. 28.05.
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Émile Zolas "Nana" verführt ganz Paris ... ARTE F
Das "Cloud Gate" ? eine riesige Spiegelskulptur, die aufgrund ihrer Form den Spitznamen "The Bean" erhielt ? zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Chicago. ARTE F
In der Türkei leben mehr als 86 Millionen Menschen; zwischen 5.000 und 25.000 davon haben afrikanische Wurzeln. Vor allem an der Küste des Ägäischen Meeres gibt es eine afro-türkische Community. ARTE F

Stadt Land Kunst

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Paris: Zolas Nana / Türkei / Chicago

  • F 2026
  • 45'
Magazin (1): Zolas Nana verführt ganz Paris (2): Türkei: Die afro-türkische Community auf der Suche nach ihren Wurzeln (3): Bali: Nyomans Schweinehirn in Bananenblättern (4): Chicago: Im Dezember geht die Welt unter

Themen


Zolas Nana verführt ganz Paris: Émile Zolas "Nana" ist eine Figur, die nicht nur dank ihrer Haarpracht in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Der neunte Titel des zwanzigbändigen "Rougon-Macquart"-Zyklus erschien 1880 und erzählt den sozialen Aufstieg einer Straßendirne. Zola nutzt die Geschichte, um scharfe Kritik an der Gesellschaft des Zweiten Kaiserreichs zu üben. Er zeigt neben der Verderbtheit der Protagonistin auch die Dekadenz und Doppelmoral der Oberschicht. Als Kulisse kam dafür nur Paris in Frage, denn im 19. Jahrhundert galt die französische Hauptstadt als "größtes Bordell Europas". Hier erlebt Nana ihre Blüte ... und ihren Untergang.

Türkei: Die afro-türkische Community auf der Suche nach ihren Wurzeln: In der Türkei leben rund 87 Millionen Menschen; zwischen 5.000 und 25.000 davon haben afrikanische Wurzeln. Vor allem an der Küste des Ägäischen Meeres gibt es eine afro-türkische Community. Die meisten ihrer Mitglieder stammen von Sklaven ab, die ab dem 16. Jahrhundert unter der Herrschaft der Osmanen aus Kenia, Niger, Äthiopien und dem Sudan in die Türkei verschleppt wurden. Die Identität dieser Menschen, die lange in der türkischen Öffentlichkeit kaum in Erscheinung traten, ging im Lauf der Zeit durch ethnische Vermischung verloren. Heute besinnen sich viele Türkinnen und Türken afrikanischer Herkunft auf ihre Wurzeln.

Bali: Nyomans Schweinehirn in Bananenblättern: In Munduk bereitet Nyoman Schweinehirn zu, das in Bananenblättern gegart wird. Zunächst kocht er den Schweinekopf zweimal ab, dann würzt er das Hirn mit Kurkuma, Ingwer und gehackten Schalotten. Anschließend reibt er es noch mit einer Mischung aus Garnelenpaste, gemahlenen Kräutern und Gewürzen ein, bevor er es in Bananenblätter einwickelt, damit sich die Aromen beim Kochen voll entfalten können.

Chicago: Im Dezember geht die Welt unter: Das "Cloud Gate" - eine riesige Spiegelskulptur, die aufgrund ihrer Form den Spitznamen "The Bean" erhielt - ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Chicago. Mit etwas Fantasie könnte man darin statt einer Riesenbohne auch eine fliegende Untertasse sehen ... denn genau an ihrem Standort, im Millennium Park, wären im vergangenen Jahrhundert fast Außerirdische gelandet!

Zolas Nana verführt ganz Paris: Émile Zolas "Nana" ist eine Figur, die nicht nur dank ihrer Haarpracht in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Der neunte Titel des zwanzigbändigen "Rougon-Macquart"-Zyklus erschien 1880 und erzählt den sozialen Aufstieg einer Straßendirne. Zola nutzt die Geschichte, um scharfe Kritik an der Gesellschaft des Zweiten Kaiserreichs zu üben. Er zeigt neben der Verderbtheit der Protagonistin auch die Dekadenz und Doppelmoral der Oberschicht. Als Kulisse kam dafür nur Paris in Frage, denn im 19. Jahrhundert galt die französische Hauptstadt als "größtes Bordell Europas". Hier erlebt Nana ihre Blüte ... und ihren Untergang.

Türkei: Die afro-türkische Community auf der Suche nach ihren Wurzeln: In der Türkei leben rund 87 Millionen Menschen; zwischen 5.000 und 25.000 davon haben afrikanische Wurzeln. Vor allem an der Küste des Ägäischen Meeres gibt es eine afro-türkische Community. Die meisten ihrer Mitglieder stammen von Sklaven ab, die ab dem 16. Jahrhundert unter der Herrschaft der Osmanen aus Kenia, Niger, Äthiopien und dem Sudan in die Türkei verschleppt wurden. Die Identität dieser Menschen, die lange in der türkischen Öffentlichkeit kaum in Erscheinung traten, ging im Lauf der Zeit durch ethnische Vermischung verloren. Heute besinnen sich viele Türkinnen und Türken afrikanischer Herkunft auf ihre Wurzeln.

Bali: Nyomans Schweinehirn in Bananenblättern: In Munduk bereitet Nyoman Schweinehirn zu, das in Bananenblättern gegart wird. Zunächst kocht er den Schweinekopf zweimal ab, dann würzt er das Hirn mit Kurkuma, Ingwer und gehackten Schalotten. Anschließend reibt er es noch mit einer Mischung aus Garnelenpaste, gemahlenen Kräutern und Gewürzen ein, bevor er es in Bananenblätter einwickelt, damit sich die Aromen beim Kochen voll entfalten können.

Chicago: Im Dezember geht die Welt unter: Das "Cloud Gate" - eine riesige Spiegelskulptur, die aufgrund ihrer Form den Spitznamen "The Bean" erhielt - ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Chicago. Mit etwas Fantasie könnte man darin statt einer Riesenbohne auch eine fliegende Untertasse sehen ... denn genau an ihrem Standort, im Millennium Park, wären im vergangenen Jahrhundert fast Außerirdische gelandet!

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Moderator: Linda Lorin Stereo
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