ARTE
ARTE So. 22.02.
Show
Herbert von Karajan, Yehudi Menuhin und die Wiener Symphoniker ZDF
Yehudi Menuhin (li.) und Herbert von Karajan (re.) beim Proben des Violinkonzerts Nr. 5 von Wolfgang Amadeus Mozart ZDF
Hilary Hahn beschreibt, wie es ist, einem Solisten und einem Dirigenten dabei zuzuschauen, wie sie zwischen den Zeilen kommunizieren. ZDF
Sternstunden der Musik: der Geiger Yehudi Menuhin (re.) und der Dirigent Herbert von Karajan (li.) im Gespräch ZDF
Anne-Sophie Mutter erzählt, wie die Zusammenarbeit der beiden Musiklegenden Yehudi Menuhin und Herbert von Karajan heute auf sie wirkt. ZDF

Sternstunden der Musik

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Menuhin und Karajan spielen Mozart

  • D 2023
  • 43'
Klassische Musik Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin: 1966 treffen der Star-Dirigent und der Jahrhundert-Geiger aufeinander, um Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 5 für die Kamera zu interpretieren. Inszeniert wird das Konzert von Spielfilmregisseur Henri-Georges Clouzot. Der Film lässt das epochale Ereignis Revue passieren. Mit Anne-Sophie Mutter, Hilary Hahn, Alina Ibragimova, Daniel Hope, August Zirner, Till Janczukowicz und Sunnyi Melles.

Inhalt

Yehudi Menuhin gilt als das Wunderkind des vergangenen Jahrhunderts. Er wurde gefeiert und verehrt wie einst Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Violinkonzert Nr. 5 er für diese Aufzeichnung interpretiert. Nach vielen Jahren des Konzertierens und Reisens stellt der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs einen Wendepunkt für Menuhin dar. Er spielt vor alliierten Truppen, vor Soldaten und Verwundeten. Sein Konzert im befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen erschüttert den geschützten Wunderknaben. Menuhin beschließt, sein Leben und seine Musik der Versöhnung und dem Frieden zu widmen. Bereits 1947 kehrt er als erster jüdischer Musiker für ein Gastspiel zurück nach Berlin. Nur wenige Jahre älter, schlägt Herbert von Karajan einen völlig anderen Weg ein. Sein Leben ist geprägt von der Suche nach Perfektion und musikalischer Größe. Während der NS-Zeit baut Karajan in Deutschland seine Karriere auf und wird zu einem der bedeutendsten Dirigenten der Nachkriegszeit. Dass solch unterschiedliche Lebensläufe musikalischen Sternstunden nicht im Wege stehen, belegt die Aufnahme aus dem Jahr 1966, meisterhaft in Szene gesetzt durch den preisgekrönten Spielfilmregisseur Henri-Georges Clouzot. Internationale Stars aus der Musikszene wie Anne-Sophie Mutter, Alina Ibragimova, Daniel Hope oder Hilary Hahn, aber auch Größen der Filmkunst wie Sunnyi Melles, August Zirner und Bruno Monsaingeon sowie der Musikmanager Till Janczukowicz erzählen davon, wie dieses Zeitzeugnis, die einzige Zusammenarbeit der beiden Musik-Legenden, heute auf sie wirkt.

Hintergrund

Die gesamte Konzertaufzeichnung ist online unter concert.arte.tv abrufbar.

Sendungsinfos

Regie: Grete Liffers Stereo
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