ARTE
ARTE Mo. 07.09.
Doku
Ein Baumfrosch in Nahaufnahme, mitten in einem Kaffeestrauch ARTE
Der Königsgeier ernährt sich fast ausschließlich von Aas und verringert damit die Ausbreitung von Bakterien und Parasiten im Regenwald. ARTE
Bechsteinaras streiten sich mit Scharlacharas um ein Nest in einem Mandelbaum. ARTE
Ein Jaguar verschlingt seine Beute: eine Meeresschildkröte. Mit ihrem starken Biss können Jaguare sogar Schildkrötenpanzer aufbeißen. ARTE

Tierisch aufgeforstet

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Am Rand des Regenwaldes

  • F 2023
  • 43'
Tiere Ein Trupp Kapuzineräffchen führt an den Rand des Regenwaldes, wo Dschungel, Mangroven und Ackerland ineinander übergehen. Kahlkopfgeier transportieren Nährstoffe, Weißbartpekaris verbreiten Samen, ein Laubfrosch findet in der Kaffeeplantage ein Zuhause. Diese Folge von "Tierisch aufgeforstet" zeigt, wie Tiere am Rand des Regenwaldes neue Verbindungen schaffen.

Inhalt

Ein Trupp Kapuzineräffchen führt uns an den Rand des Regenwaldes, wo Dschungel, Mangroven und Ackerland ineinander übergehen. Hier wird jedes Tier zum Entdecker, Landwirt oder Lebensspender. In den Mangroven bewegen sich die Kapuzineräffchen zwischen zwei Welten hin und her und tragen dabei Samen von einem Ökosystem zum anderen. Am Strand ist die Arribada in vollem Gange: Mehr als hunderttausend Oliv-Bastardschildkröten marschieren im Schutz der Nacht an Land, um ihre Eier abzulegen. Ein hungriger Jaguar nutzt diese Gelegenheit, um sich den Magen vollzuschlagen und die Reste seines Festmahls dienen wiederum als Nahrung für Nasenbären, Rabengeier und Kahlkopfgeier. Letztere sind fliegende Düngemaschinen und transportieren Nährstoffe vom Waldrand bis tief ins Herz des Dschungels. Etwas weiter entfernt trampelt eine Herde Weißbartpekaris durch einen Palmenhain, frisst sich an den Früchten satt und trägt zur Verbreitung von Samen bei. Die Montezumastirnvögel weben ihre Hängenester in Eukalyptusbäume und integrieren diese Eindringlinge nach und nach in das Ökosystem. Ein Rotaugenlaubfrosch laicht im Wasserbehälter einer Kaffeeplantage und verwandelt diesen unwahrscheinlichen Ort in einen biologischen Korridor. Am Waldrand wacht der Bechsteinara über die letzten Bergmandelbäume, schneidet mit dem Schnabel tote Äste ab und baut sein Nest in das weiche Holz. Die Folge "Am Rand des Regenwaldes" zeigt, wie die Tierwelt geduldig die Lücken des Regenwaldes schließt und die Natur wieder zu ihrem Recht kommt, wenn Mensch und Fauna respektvoll zusammenleben.

Sendungsinfos

Regie: Luis Miranda Untertitel, Stereo
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