ARTE
ARTE Di. 14.04.
Doku
Eine Luftaufnahme nach der Tschernobyl-Katastrophe am 26. April 1986. Eine gewaltige Explosion im Reaktor 4 des sowjetischen Kernkraftwerks hatte während eines Sicherheitstests den schlimmsten Atomunfall der Geschichte ausgelöst. ZDF
Grafik, die den Standort der durch die Wucht der Explosion aus Reaktor 4 ausgestoßenen Trümmer auf dem Dach der Tschernobyl-Einheit 3 nach der Katastrophe zeigt ZDF
Eine Innenwand des Kernkraftwerks Tschernobyl nach der Katastrophe ZDF

Tschernobyl - Der Insiderbericht

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Inferno

  • 1. Folge
  • GB 2026
  • 52'
Zeitgeschichte Eine Explosion in einem Kraftwerk in Tschernobyl löst die schlimmste Atomkatastrophe der Geschichte aus. Überlebende berichten von den schrecklichen ersten drei Tagen des Super-GAUs. Nach der Explosion eines Reaktors eilen Feuerwehrleute zum Unfallort, ohne sich der tödlichen Strahlenbelastung bewusst zu sein. Sowjetische Behörden versuchen, die Katastrophe zu vertuschen ...

Inhalt

Um 1.23 Uhr morgens Ortszeit am 26. April 1986 erschüttert eine gewaltige Explosion den Reaktor Nummer vier des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Sowjetunion. Ein Sicherheitstest hat den schlimmsten Atomunfall der Geschichte ausgelöst und 400-mal mehr Strahlung in die Atmosphäre freigesetzt als die Bombe von Hiroshima. Während die Mitarbeiter im Kontrollraum unter Schock stehen, kämpfen die Feuerwehrleute des Kernkraftwerks inmitten tödlicher Strahlung gegen die Flammen. Nur drei Kilometer entfernt, in der Stadt Pripjat, ermutigen Funktionäre der Kommunistischen Partei die Bevölkerung, ihr Leben wie gewohnt fortzusetzen. Kinder gehen zur Schule und Paare heiraten, während radioaktive Strahlung auf sie herabregnet. Unterdessen beginnt eine riesige radioaktive Wolke über weite Teile Europas und Nordamerikas zu ziehen. Der erste Teil der Dokumentationsreihe folgt den ersten drei Tagen der Katastrophe mit Augenzeugenberichten von Menschen, die verzweifelt versuchen, einen Unfall zu verstehen, den niemand für möglich gehalten hätte. Nach zwei Tagen voller Lügen und Verschleierung beginnt die russische Führung endlich die Stadt Pripjat zu evakuieren. Die Bewohner nehmen nur einen Koffer und ihre Papiere mit, weil man ihnen sagt, es handle sich um einige Tage. Die Verantwortlichen wissen, dass die Menschen nie in ihre Heimat zurückkehren werden - denn die Strahlen werden 20.000 Jahre lang die gesamte Region unbewohnbar machen. Unterdessen wundern sich die Mitarbeiter eines schwedischen Atomkraftwerks über die extrem hohe Strahlung, die an den Schuhen ihrer eigenen Mitarbeiter gemessen werden. Sie glauben zunächst, es habe in ihrem eigenen Werk einen Unfall gegeben. Erst nach und nach zeigt sich, dass es sich um eine radioaktive Wolke handelt, die von der Sowjetunion aus herüberzieht.

Hintergrund

Eine Explosion in einem Kraftwerk löst den schlimmsten Atomunfall der Geschichte aus. 40 Jahre nach Tschernobyl erzählen in dieser internationalen Koproduktion zum ersten Mal Augenzeugen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie sie die Katastrophe erlebt haben. Unter ihnen ist ein Ingenieur, der jahrelang nach den wahren Ursachen für das Unglück forschte, in das er selbst involviert war. Die Enthüllungen über die Vertuschungen gaben dem sowjetischen Riesenreich nach weit verbreiteter Überzeugung den Todesstoß. Doch Tschernobyl ist noch nicht Geschichte, denn das strahlende Erbe ist, wie aktuelle Aufnahmen zeigen, im Ukrainekrieg noch immer eine tödliche Gefahr.

Sendungsinfos

Regie: Martin Gorst, Alessandra Bonomolo Stereo
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