Dunkirk
KRIEGSFILM, GB 2017
Die neuen Klassikstars
MUSIKERPORTRÄT Anna Lapwood, Hayato Sumino und Marcin, D 2026
ARTE
So. 22.11.
Doku
U-Boote, Hitlers "Graue Wölfe"
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Geschehen, neu gesehen. - "Wahre Geschichte"
- F 2024
- 52'
Geschichte
Die deutsche U-Boot-Flotte hatte noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den Ruf, nahezu unbesiegbar gewesen zu sein. Tatsächlich waren Hitlers "Graue Wölfe" aber eher eine psychologische Waffe. Trotz der versenkten Tonnage der Alliierten konnten die deutschen U-Boote weder den feindlichen Nachschub wirksam unterbinden noch irgendein strategisches Ziel erreichen.
Inhalt
Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges galt die deutsche U-Boot-Flotte als unbesiegbare Macht, die die Weltmeere beherrschte. Zwar profitierten Hitlers berüchtigte "Graue Wölfe" zunächst von der mangelnden Kriegstüchtigkeit der Alliierten und fügten ihnen tatsächlich empfindliche Niederlagen zu. Nachdem die Nazis ihr Ziel der Eroberung Großbritanniens aufgeben mussten, änderte die deutsche Kriegsmarine ihre Strategie und setzte fortan auf den U-Boot-Krieg, um die Versorgung der Briten mit Rohstoffen, Waffen und Lebensmitteln zu unterbinden.
Um Großbritannien ausbluten zu lassen, plante der Befehlshaber der U-Boote, Admiral Dönitz, die Versenkung von monatlich 200.000 Tonnen, schrittweise gesteigert auf 700.000 Tonnen bis 1943. Sein Plan schien aufzugehen. Von Januar bis Juni 1942 fügten die deutschen U-Boote den Alliierten mit 526 versenkten Schiffen und damit 2.832.000 Tonnen schwere Verluste zu.
Mit der Zeit ergriffen die Alliierten jedoch wirksame Gegenmaßnahmen und neutralisierten die deutschen U-Boote. Sie hatten erkannt, dass Geleitzüge die Überlebenschancen ihrer Flotte erhöhten, zumal die Schiffe in diesen Verbänden zehn Knoten schneller fuhren als die U-Boote. Auch der Schutz auf See wurde verstärkt: Frachtschiffe wurden fortan von Zerstörern und Korvetten eskortiert und auch die Rolle der Luftwaffe gewann an Bedeutung. Der Mythos von der Schlagkraft deutscher U-Boote im Zweiten Weltkrieg muss heute als widerlegt gelten.
Sendungsinfos
Regie: David Korn-Brzoza, Paul Le Grouyer
Untertitel, Hörfilm, Stereo