ARTE
ARTE So. 13.09.
Doku
Nach 195 Kilometern auf der Via Appia kommt man in die damals wichtigste Stadt südlich von Rom: Capua. SR
Landwirte helfen bei den Ausgrabungen der antiken Stadt Muro Tenente. SR
Riccardo Carnovalini gehört zu den Menschen, die die Via Appia in den Fokus der Unesco gerückt haben - sehr zur Freude von Archäologin Sandra Lo Pilato. SR
Cristiana Ruggini in den Ruinen der Kolonie Minturnae, Durchgangstation und historischer Raststätte der Via Appia SR
In der Benevento steht einer der schönsten römischen Triumphbögen. Die Via Appia läuft unter ihm hindurch. SR
50 Kilometer schnurgeradeaus: Bis heute gilt der Abschnitt zwischen Cisterna und Terracina als längste gerade Straßenstrecke in Europa. SR

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Via Appia

  • D 2026
  • 52'
Dokumentation "Quo Vadis?", Spartakus-Aufstand, Ciceros Tod: An der Via Appia erzählt jeder Stein Geschichte. Auf fast 600 Kilometern führte die antike Militärstraße von Rom an die Adria. Später fanden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Seit 2024 gehören die erhaltenen Teilstücke zum Weltkulturerbe der Unesco - eine Herausforderung für den Denkmalschutz.

Inhalt

Vor über 2.300 Jahren lässt in Rom ein Mann eine Straße bauen, die schnurgerade in die Ferne führt, von Rom bis Capua. Der Mann heißt Appius Claudius Caecus, genannt der Blinde, bis dahin hat noch niemand eine solche Straße gebaut. 244 vor Christus wird sie bis ins heutige Brindisi an der Adria verlängert. Lange vor Julius Cäsar marschieren die Legionen Roms auf der Via Appia hinaus in die Welt, und über die Via Appia gelangt man nach Rom. Mit fast 600 Kilometern Länge stellt sie eine noch nie dagewesene Ingenieursleistung dar. Sie gilt bis heute als längste Gerade im europäischen Straßensystem. Aber die Via Appia lässt auch Städte und Siedlungen in ihrer Umgebung erblühen und für reiche Römer ist es schick, sich am Straßenrand pompöse Grabmäler bauen zu lassen. Der Film zeigt, wie sich dank der Via Appia das römische Reich nach Osten ausbreitet. Später finden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Im Jahr 73 vor Christus werden entlang der Straße 6.000 Sklaven gekreuzigt, die an der Seite von Spartakus für ihre Rechte gekämpft haben. Und auf ihren Pflastersteinen soll der späterer Apostel Petrus die berühmten Worte "Domine, quo vadis?" gesprochen haben. Doch wie lassen sich die erhaltenen, teils noch genutzten Abschnitte einer so alten Straße als Weltkulturerbe bewahren? Welche Konflikte zwischen Denkmalschutz und moderner Infrastruktur bringt das Unesco-Label - und welche Chancen? Vom Archäologiepark Appia Antica bis zu den Ausgrabungen in Minturno, vom Amphitheater in Capua bis zum Städtchen Mirabella Eclano: Die "Königin der Straßen" fasziniert bis heute.

Sendungsinfos

Regie: Sven Rech Stereo
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