ARTE
ARTE Di. 07.04.
Doku
Das sogenannte ungarische Schloss Versailles: Hier empfängt Viktor Orbán seine Minister und regiert das Land. ARTE F
Wie konnte der liberale und pro-europäische Aktivist Viktor Orbán seine Politik der "illiberalen Demokratie" durchsetzen, die sich mittlerweile in mehreren EU-Ländern verbreitet und ihn zum Feindbild Brüssels gemacht hat? ARTE F
Akos Hadhazy war Mitglied der Fidesz-Partei von Viktor Orbán, hat die Partei jedoch verlassen und ist heute unabhängiger Abgeordneter. ARTE F
In den 1990er Jahren kam es zu immer mehr Konflikten. Das lag einerseits an Viktor Orbáns Persönlichkeit und andererseits an seiner undurchsichtigen Geldpolitik. Als er seine Methoden änderte, geriet die Fidesz-Partei in die Krise. ARTE F
Um das Land Ungarn nach seinen Vorstellungen umzugestalten, benötigt Viktor Orbán die Unterstützung einer Zweidrittelmehrheit im Parlament. Dazu verbündet er sich mit der rechtsextremen Jobbik-Partei. ARTE F

Ungarn: Europas Populistenschmiede

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2025
  • 53'
Dokumentation Seit einigen Jahren beobachtet man in mehreren EU-Ländern dasselbe Szenario: Rechtspopulistisch-nationalkonservative Bewegungen gehen aus demokratischen Wahlen als Sieger hervor. So wurde Giorgia Meloni zur italienischen Regierungschefin, in Frankreich ist der rechtsextreme Rassemblement National nur einen kleinen Schritt von der Macht entfernt, in Österreich ist die FPÖ stärkste Partei und in Spanien bildete sich Vox als unumgehbare politische Kraft heraus. Lokomotive für diesen Triumphzug des Rechtspopulismus ist der inzwischen dienstälteste Regierungschef der Europäischen Union: Viktor Orbán. Er ist seit 2010 ungarischer Premier und wurde drei Mal im Amt bestätigt.

Inhalt

Zur Sicherung seines Machterhalts änderte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán Verfassung und Wahlgesetz, zentralisierte die Medien. Befreundete Oligarchen "kauften" die meisten unabhängigen Journalistinnen und Journalisten, die seither regierungstreu berichten. Zu den neuen Ultrareichen in Ungarn zählt auch Orbáns Freund aus Kindertagen, der frühere Klempner Lorinc Mészáros, der dank zahlreicher öffentlicher Aufträge mit undurchsichtigen Vergabebedingungen zum reichsten Mann des Landes avancierte. Orbáns autoritärer Regierungsstil, die sogenannte "illiberale Demokratie", dient gleichgesinnten europäischen Amtskollegen inzwischen als Blaupause. Im alle zwei Jahre stattfindenden "Budapester Demographie-Gipfel" - eine Veranstaltung gegen Einwanderung und zur Förderung des völkischen Nationalismus - vereint er die großen rechten Stimmen Europas um sich und stützt deren Wahlkampagnen. Ungarn, mit Orbán an der Spitze, gilt als Herzstück eines großen paneuropäischen Rechtsbündnisses, das sich in Brüssel mit den "Patrioten für Europa" eine eigene Fraktion geschaffen hat. Als unverhohlene Anlehnung an die Politik des US-Präsidenten Donald Trump lautet deren Slogan: "Make Europe Great Again". Untermauert von Zeitzeugenaussagen und Expertenmeinungen, einige davon ehemalige Verbündete Viktor Orbáns, analysiert die Dokumentation, wie es dem starken Mann in Ungarn gelang, an die Macht zu kommen und diese seit mehr als 15 Jahren an sich zu binden. Wie wurde seine Methode nach Italien, Frankreich, Österreich und Brüssel exportiert? Und warum könnte die "illiberale Demokratie" langfristig die führende Politikform in Europa werden?

Sendungsinfos

Regie: Feurat Alani Stereo
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