ARTE
ARTE Do. 05.11.
Doku
Mikroskopisches Bild einer HeLa-Zelle während der Zellteilung ZDF
Dynein transportiert Fracht durch die Zelle. Es bringt Stoffe, die außerhalb der Zelle aufgenommen wurden, zum Zellzentrum. ZDF
Die Zelle verpackt ihre Fracht in winzige Bläschen ? sogenannte Vesikel. Darin befinden sich lebenswichtige Stoffe. ZDF
Am Ende von Nervenzellen werden Neurotransmitter ausgeschüttet ? Botenstoffe, ohne die unser Gehirn nicht funktionieren würde. ZDF

Unser Körper - Unsere Zellen

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Gibt es ewiges Leben im Mikrokosmos?

  • D 2026
  • 52'
Dokumentation Henrietta Lacks stirbt 1951 in Baltimore an Gebärmutterhalskrebs. Doch ein Teil ihrer Zellen lebt weiter. Bis heute werden sie in Laboren auf der ganzen Welt vermehrt - und öffnen Forschenden den Blick in einen Kosmos, der in uns allen steckt: die Zelle, kleinste Einheit des Lebens.

Inhalt

Was geschieht im Inneren unserer Zellen? Wie entstehen Gesundheit und Krankheit? Und welche Möglichkeiten eröffnet die Forschung, wenn sie die kleinsten Bausteine des Lebens immer genauer versteht? Den Ausgangspunkt bildet die Geschichte von Henrietta Lacks. Sie stirbt 1951 in Baltimore an Gebärmutterhalskrebs. Doch ihre Zellen leben weiter. Die sogenannten HeLa-Zellen werden bis heute in Laboren auf der ganzen Welt vermehrt und haben die moderne Medizin entscheidend geprägt. Ihre Geschichte eröffnet den Blick auf eine Welt, die lange verborgen blieb: das komplexe Innenleben unserer Zellen. Dank neuer Mikroskopie-Verfahren können Forschende heute beobachten, was dort geschieht. Im Zellinneren arbeiten Proteine, molekulare Motoren und Mitochondrien auf engstem Raum zusammen. Sie erzeugen Energie, transportieren lebenswichtige Stoffe und koordinieren die Abläufe des Lebens. Was unsichtbar erscheint, bestimmt jeden Moment unseres Daseins. Wie eng diese Prozesse mit persönlichen Schicksalen verbunden sind, zeigt der ehemalige Profifußballer Sergi Samper. Trotz Typ-1-Diabetes spielt er jahrelang auf höchstem Niveau. Seine Geschichte verdeutlicht, welche Folgen es hat, wenn das Hormon Insulin fehlt und die Energieversorgung der Zellen aus dem Gleichgewicht gerät. Eine weitere Geschichte führt nach Boston. Dort schwebt die kleine Georgia nach ihrer Geburt in Lebensgefahr, weil ihr Herz schwer geschädigt ist. Als kaum noch Hoffnung besteht, entscheiden sich die Ärzte für einen außergewöhnlichen Eingriff: Sie übertragen gesunde Mitochondrien aus ihren eigenen Zellen in das geschädigte Herzgewebe. Zwischen bahnbrechender Forschung und persönlichen Schicksalen entsteht das Bild einer Wissenschaft im Aufbruch. Je besser Forschende die Vorgänge in unseren Zellen verstehen, desto gezielter können sie Krankheiten behandeln. Wie weit wollen wir in die Prozesse des Lebens eingreifen?

Sendungsinfos

Regie: Herbert Hackl Untertitel, Stereo
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