ARTE
ARTE Di. 06.10.
Doku
Washington, 1975: An der Seite seiner Frau Nancy gibt Ronald Reagan seine Kandidatur für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bekannt. ARTE F
Ronald Reagan (Mi.), republikanischer Kandidat und späterer Präsident der USA (1981-1989), bei einem Wahlkampfbesuch im Bundesstaat Nebraska ARTE F

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • 3. Folge
  • F 2024
  • 53'
Dokumentation 1970er Jahre: Wirtschaftskrise, Inflation und Vietnam-Debakel prägen die USA. Ronald Reagan und die Konservativen stemmen sich gegen das "Equal Rights Amendment" und Feministinnen. Die Regierung verbündet sich mit der Waffenlobby, hetzt gegen Sozialhilfeempfänger und reformiert die Steuern zugunsten der Reichen. Die evangelikale Rechte wird zum Machtfaktor.

Inhalt

1974 stecken die USA in einer tiefen Krise: Der verlustreiche Abzug aus Vietnam und eine ungebremste Inflation erschüttern das Land. Präsident Gerald Ford, der nach Richard Nixons Rücktritt ins Amt kam, gilt als unpopulär und wenig charismatisch. Ronald Reagan ist überzeugt, ihn 1976 mühelos als republikanischer Präsidentschaftskandidat abzulösen. Doch zunächst steht New York vor dem Bankrott - nicht zuletzt wegen seines großzügigen Sozialsystems. Ford verweigert der Stadt finanzielle Hilfe, woraufhin massiv gespart wird: Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrer und Beamte werden entlassen. Die Stadt verfällt, der "liberale Konsens" der Nachkriegszeit ist endgültig gescheitert - ein Erfolg für die Konservativen. Auf dem republikanischen Parteitag 1976 unterliegt Reagan Ford nur knapp. Doch Ford verliert die Wahl gegen den Demokraten Jimmy Carter, der ein wirtschaftlich und sozial zerrüttetes Land übernimmt. Reagan und die Konservativen formieren sich zum Widerstand: Sie bekämpfen die Frauenrechtsbewegung und das "Equal Rights Amendment" , instrumentalisieren die Waffenlobby und hetzen gegen Sozialhilfeempfänger. In Kalifornien lösen sie eine Steuerrevolte aus und gewinnen die evangelikale Rechte als Verbündete. 1980 wird Carter durch die Geiselkrise im Iran geschwächt. Reagan nutzt den Slogan "Let's Make America Great Again" und schafft damit die Grundlage für die MAGA-Bewegung. Diesmal siegt er - nicht weil sein Diskurs weniger radikal wäre als 20 Jahre zuvor, sondern weil die USA jetzt dafür bereit sind.

Sendungsinfos

Regie: Cédric Tourbe Stereo
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