ARTE
ARTE Mo. 23.11.
Doku
Ein Wahrzeichen am nordmazedonischen Ostufer des Sees ? der Trpejca-Felsen, im Volksmund "Heuballen" genannt MDR
Der albanische Fischer Albi Avdullari hofft darauf, eine Ohrid-Forelle zu angeln. MDR
Die Rekonstruktion einer Pfahlbausiedlung am nordmazedonischen Ufer in der Knochenbucht ist ein Touristenmagnet. MDR
Unterwasserwelt im Sveti-Naum-Quellgebiet, Nordmazedonien, mit Schmalblättrigem Merk und kanadischer Wasserpest (einem Neophyten) MDR

Wasserparadiese in Europa

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Der Ohridsee

  • D 2026
  • 43'
Landschaftsbild Der Ohridsee ist etwa 1,3 Millionen Jahre alt und gilt als der älteste See Europas. Er liegt zwischen Nordmazedonien und Albanien und beherbergt so viele Arten auf so kleinem Raum, wie kein anderes Gewässer des Kontinents - etwa die nur hier vorkommende Ohrid-Forelle. Der See gilt auch als ein Archiv menschlicher Siedlungsgeschichte, deren Geheimnisse nach und nach gelüftet werden.

Inhalt

Der Ohridsee liegt zwischen Nordmazedonien und Albanien und gilt als ältester See Europas. In seiner geologischen Form ist er seit seiner Entstehung vor etwa 1,3 Millionen Jahren fast unverändert und konnte sich so zu einer einzigartigen Schatzkammer der Natur entwickeln: in keinem anderen Gewässer des Kontinents ist die Vielfalt der Arten auf kleinem Raum größer. Besonders reich sind die Quellen von Sveti Naum im nordmazedonischen Südosten des Sees. Hier strömt durch Kalkstein gefiltertes Wasser unterirdisch zu und erschafft ein Paradies von magischer Schönheit und herausragender Biodiversität. Aber viele der Arten, die nur hier im Ohridsee vorkommen - Schnecken, Asseln, Krebstiere - sind durch eine invasive Wasserpflanze und den zunehmenden Tourismus bedroht. Für die Fischer im albanischen Dorf Lin ist die einzigartige und begehrte Ohrid-Forelle eine wichtige Einkommensquelle. Weil Überfischung und Umwelteinflüsse der Population zusetzen, kümmert sich eine nordmazedonische Biologin um die Nachzucht dieses lebenden Fossils. Die mikroskopischen Strukturen einer Forellen-Schuppe wecken das Interesse einer Filigrankünstlerin aus der historischen Welterbestadt Ohrid. Und albanische Archäologen verfolgen am Seegrund eine heiße Spur zur neolithischen Revolution. In Pfahlbausiedlungen wurden hier am Ohridsee vor gut 8.000 Jahren Menschen sesshaft. Womöglich nahmen Ackerbau und Viehzucht in Europa hier ihren Anfang. In faszinierenden Bildern und Geschichten werden die Geheimnisse der archäologischen, biologischen und erdzeitlichen Fundgrube Ohridsee über und unter Wasser erkundet.

Sendungsinfos

Regie: Cornelia Volk, Erik Schimschar Untertitel, Stereo
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