ARTE
ARTE Fr. 04.09.
Doku
Beim Balzritual stehen die Elefanten Kopf an Kopf und verschränken ihre Rüssel im Rüssel des jeweils anderen. ARTE F
Die Elefanten baden und erfrischen sich im Fluss. ARTE F
Luftaufnahme der Elefanten im Fluss: Pro Tag muss ein Elefant 200 Liter Wasser trinken, Wasserquellen sind deshalb begehrt. ARTE F
Erwachsene Elefanten und ein Junges am Fluss: Bis es drei Jahre alt ist, trinkt das Kalb die Milch seiner Mutter. ARTE F

Wilde Tierreiche

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Die wandernde Elefantenherde von Yunnan

  • F 2023
  • 43'
Tiere Im Südwesten Chinas liegt das Naturschutzgebiet Xishuangbanna, in dem die letzten wilden Elefanten des Landes leben. Der riesige Wald liefert ihnen die Mengen an Wasser und Nahrung, die sie täglich brauchen. Doch in den vergangenen Jahren ist ihre Population so stark gewachsen, dass ihnen das Gebiet zu klein geworden ist. So machen sie sich auf die Suche nach neuen Quellen.

Inhalt

Im Süden Chinas, am Rande des Himalayas, liegt die Provinz Yunnan. An der Grenze zu Laos und Burma befindet sich das Naturschutzgebiet Xishuangbanna, einer der am besten erhaltenen tropischen Regenwälder der Welt. Hier lebt die letzte wilde Population des Asiatischen Elefanten, des größten Säugetiers des asiatischen Kontinents. Etwa 20 Familien teilen sich das Gebiet, das von hohen Bergrücken und tiefen Tälern durchzogen ist. Der Wald ist für die Dickhäuter eine prächtige Speisekammer und liefert ihnen die sagenhaften Mengen an Nahrung, die sie täglich brauchen: Ein ausgewachsenes Tier benötigt mehr als 200 Liter Wasser und rund 150 Kilogramm Pflanzen am Tag. Doch in den vergangenen Jahren ist die Population der Asiatischen Elefanten so stark gewachsen, dass ihnen das Gebiet zu klein geworden ist. Einige Herden machen sich daher auf die Suche nach neuen Ressourcen und dringen dabei in von Menschen besiedelte Gebiete vor. Im März 2020 bricht eine Familie unter der Führung ihrer Matriarchin nach Norden auf. Querfeldein legt sie mehrere Hundert Kilometer zurück, stets überwacht von Einheimischen und lokalen Behörden. Für die 14 Mitglieder der Herde ein außergewöhnliches Abenteuer mit allerlei Hindernissen. Die im Naturschutzgebiet verbliebenen Elefanten lernen, die Trockenzeit zu überstehen und sich mit den vielen anderen Bewohnern wie dem Chinasittich, dem Sunda-Plumplori oder dem Zipfelkrötenfrosch zu arrangieren. Die Dickhäuter fungieren als natürliche Regulatoren und spielen für das Gleichgewicht und den Schutz der Artenvielfalt in Yunnan eine wichtige Rolle.

Sendungsinfos

Regie: Alexis Barbier-Bouvet Stereo
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