ARTE
ARTE Mo. 31.08.
Doku
Bau eines Wohnhauses mit vorgefertigten Wänden aus Stampflehm im österreichischen Schlins: Wände aus Stampflehm brauchen nur 15 Prozent der Energie, die beim Bauen mit Beton benötigt wird. ZDF
Das Grabmal der Caecilia Metella, Rom: Die Haltbarkeit der zum Bau verwendeten Mischung aus Backsteinen und einer Art römischem Beton interessiert heute noch Forschende. ZDF
Wohnhaus von Martin Rauch aus Stampflehm in Schlins, Österreich ZDF
Das Bauprojekt "Cube" in Dresden erprobt eine neue Art von Beton: Textilbeton soll klimaschonenderes Bauen ermöglichen. ZDF
Nach römischem Vorbild hergestellter Beton bei einem Belastungstest im Labor der University of Utah in Salt Lake City, USA ZDF
Wohnhaus aus Stampflehm des Architekten Martin Rauch ZDF

Wunderstoffe

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Von Beton zu Lehm

  • D 2022
  • 52'
Dokumentation Die Reihe stellt neue Konzepte des Bauens altem Wissen gegenüber und fragt, wie die Städte von morgen beschaffen sein müssen, damit sie lebenswert bleiben. Überraschend dabei ist, wie viele traditionelle Werkstoffe - zum Beispiel aus Indien, Thailand und Afrika - wiederentdeckt werden. Die erste Folge beschäftigt sich mit dem Material der Moderne: Beton.

Inhalt

Beton, Stahl, Holz, Glas und Lehm - ohne sie ist unsere Architektur nicht denkbar. Aus diesen Materialien entstanden Häuser, Städte, ja ganze Kulturen! Sie prägen Regionen und kommen seit Jahrtausenden zum Einsatz. Diesen "Wunderstoffen" haben wir großartige und bis heute emblematische Bauwerke zu verdanken, aber sie gelten - wie Beton und Stahl - inzwischen als Klimakiller oder sind nicht nachhaltig genug. Welche Alternativen gibt es? Beton ist das Material der Moderne. Mit Textilbewehrung statt Stahl soll sich künftig ein großer Teil des verbrauchten Betons einsparen lassen. Ein anderer vielversprechender Ansatz für den Beton der Zukunft liegt in der Vergangenheit: in der Art und Weise, wie die Römer ihren Beton herstellten. Aber es gibt auch Alternativen: Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt in Häusern aus Erde. Heute findet eine Renaissance des Bauens mit Lehm statt, denn seine Herstellung ist sehr viel umweltfreundlicher als die von Beton. In Italien entstehen bereits Lehmbauten aus dem 3D-Drucker.

Hintergrund

Bis 2050 werden geschätzt 2,5 Milliarden Menschen Wohnraum brauchen. Die Frage ist: Womit wird die Zukunft der Menschheit gebaut? Die Herstellung von Beton und Stahl verschlingt Unmengen an Energie und produziert Treibhausgase in einem Ausmaß, das wir uns nicht mehr leisten können. Die Dokumentationsreihe zeigt, dass es bereits Antworten gibt: Weltweit entwickeln Forschende Baumaterialien, die nicht nur erheblich umweltfreundlicher sind, sondern mit denen sich der Klimawandel sogar "reparieren" lassen könnte. Nicht selten stammen die Materialien der Zukunft aus der Vergangenheit - kombiniert mit neuer Technologie.

Sendungsinfos

Regie: Jakob Kneser Untertitel, Stereo
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