ARTE
ARTE Do. 26.03.
Doku
Auf seiner Reise entlang des chinesischen Flusses Yangtse wundert sich der niederländische Fotograf Ruben Terlou (li.) darüber, dass Mao noch immer allgegenwärtig ist. Hier trifft er einen Mann, der als Mao-Doppelgänger sein Geld verdient. ZDF
Der "Große Vorsitzende" Mao durchschwamm noch als 70-Jähriger den Yangtse. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou will es ihm es ihm nachmachen. ZDF
Mao spielt auch 70 Jahre nach Gründung der Volksrepublik noch eine große Rolle in China. In der Schule werden teilweise noch dieselben Lieder gesungen. ZDF

Yangtse - Unterwegs in China

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Der Geist von Mao

  • NL 2016
  • 26'
Land und Leute Selbst mehr als 40 Jahre nach seinem Tod ist Mao Tsetung in China allgegenwärtig, obwohl allein während der Kulturrevolution 30 bis 40 Millionen Menschen verhungert und genauso viele politisch verfolgt wurden. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou wird auf seiner über 5.000 Kilometer langen Reise entlang des längsten Flusses Chinas, dem Yangtse, mit einer Art Patriotismus konfrontiert, die ihm fremd und unverständlich scheint. Er will verstehen warum "der große Führer" im heutigen China immer noch so verehrt wird.

Inhalt

Patriotismus wird in China seit dem Kindesalter gelehrt. Obwohl 1976 verstorben, scheint Mao Tsetung so lebendig und beliebt wie nie zuvor. Millionen Menschen starben unter seinem Regime an Hunger und Gewalt. In der Öffentlichkeit werden aber nur seine Heldentaten thematisiert. Bis heute werden in der Schule dieselben Lieder gesungen. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou begibt sich auf seiner Reise entlang des drittlängsten Flusses der Welt, dem Yangtse, auf die Suche nach dem Vermächtnis des "großen Vorsitzenden". In einem Museum wird alles über Mao ausgestellt. Bilder, Amulette, Spiegel und Tassen - Maos Konterfei ist überall abgebildet. Aber ist es wirklich ein Zeichen der Verehrung, das den Sammler antreibt, oder eine Möglichkeit, den Wahnsinn über die pure Masse der Objekte darzustellen? Offen will sich niemand äußern. Der berühmteste Mao-Imitator Chinas verdient mit seiner Verkörperung gutes Geld. Er unterschreibt kapitalistische Verträge für Geschäfte, die im kommunistischen China undenkbar gewesen wären. Am Honghu-See lebt eine Gemeinde von Fischern, die stark unter dem Regime von Mao gelitten hat. Infolge der großen chinesischen Hungersnot flohen viele Fischer an den Honghu-See, um dort Hausboote zu bauen und mit dem selbst gefangenen Fisch zu überleben. Sie haben diesen Ort seitdem nicht verlassen, doch nun werden sie umgesiedelt. Im See sind keine Fische mehr.

Sendungsinfos

Regie: Maaik Krijgsman Untertitel, Stereo
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