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BR
Di. 10.11.
Show
Simone Young und das BRSO mit Bruckners "Studiensymphonie"
- D 2026
- 45'
Konzert
Bruckners "Studiensinfonie", noch vor der sogenannten "Nullten" entstanden, erzählt vom Weg des Bewunderers von Beethoven und Schubert zum Schöpfer symphonischer Kathedralen in seinen späteren Sinfonien. Bruckners Erstling, dirigiert von Simone Young, steht zum ersten Mal auf einem Konzertprogramm des BRSO.
Inhalt
Anton Bruckners sogenannte "Studiensinfonie" ist ein Werk des Tastens und des Wagnisses, ein musikalisches Labor, in dem sich bereits das Profil des späteren Symphonikers abzeichnet. Noch fern der monumentalen Klangkathedralen seiner reifen Sinfonien, doch schon erfüllt von innerer Glut, lotet der junge Bruckner hier aus, wie weit sich Harmonik dehnen, wie weit sich ein musikalischer Gedanke tragen lässt, ohne zu zerfallen.
Man spürt die Spannung zwischen Tradition und Aufbruch: Auf der einen Seite die ehrfurchtsvolle Nähe zu Beethoven und Schubert, auf der anderen jene unerhörten harmonischen Wendungen, die wie Vorboten in eine noch zu schreibende Zukunft weisen. Gerade diese Ambivalenz macht die "Studiensinfonie" für heutige Hörer so faszinierend: Sie erzählt nicht von vollendeter Meisterschaft sondern vom riskanten Weg dorthin - mit Brüchen, Kühnheit und zarten Momenten.
Simone Young beschäftigt sich in Ihrer Karriere schon lang mit dem symphonischen Gesamtwerk Bruckners, u.a. in einer Gesamteinspielung sämtlicher elf Sinfonien. Beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks taucht dieses Werk jedoch zum ersten Mal in einem Konzertprogramm auf. Unter der Leitung von Simone Young wird aus einem Studienobjekt lebendige Gegenwart und ein Schlüssel zum Verständnis des großen Sinfonikers.
Hintergrund
Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Sendungsinfos
Dirigent: Simone Young
VPS: 10.11.2026 01:15, Stereo