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MDR Di. 11.08.
Doku
Der Wunsch nach Freiheit ist groß: Schon zur Mittagszeit bahnt sich ein Verkehrschaos an, da mehr Menschen an der geplanten Kette teilnehmen wollen, als erwartet. MDR/SWR/Antanas Stanevicius
Die russische Botschaft in Tallinn, Estland. Mit Plakaten, Blumen und Kerzen drücken die Menschen ihre Anteilnahme für die Bevölkerung in der Ukraine aus. MDR/SWR/Maximilian Wolf
Bis zu 2 Millionen Menschen haben am 23. August 1989 an der Menschenkette durch alle drei baltischen Länder teilgenommen, um für ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren. MDR/SWR/Gediminas Svitojaus
Die Flagge ihres Großvaters bewahrt Ginta Petra in einer Schmuckschatulle auf. Er hatte sie während der Sowjetzeit auf dem Dachboden versteckt, die Nationalflagge Lettlands war damals verboten. MDR/SWR/Maximilian Wolf
In einem Park in Litauen werden die Monumente aus der Sowjetzeit aufbewahrt. Spätestens seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 sind sie im Stadtbild nicht mehr gewünscht. MDR/SWR/Maximilian Wolf

Der Baltische Weg - Eine Menschenkette für die Freiheit

  • 45'
Zeitgeschichte

Inhalt

1989 bildeten fast zwei Millionen Menschen in den baltischen Sowjetrepubliken eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette - von Tallinn in Estland über Riga in Lettland bis nach Vilnius in Litauen. Sie trug dazu bei, dass Estland, Lettland und Litauen 1991 ihre Unabhängigkeit erlangten. Die Dokumentation erzählt die bewegende Geschichte dieser friedlichen Revolution. Im Sommer 1989 liegt eine Mischung aus Freiheitsdrang und Mut in der Luft. Die Reformpolitik Michail Gorbatschows ab Mitte der 1980er-Jahre hilft den baltischen Staaten bei ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit. Sogenannte Volksfronten werden gegründet, die im Rahmen der Perestroika geduldet sind. Ein Meilenstein ist das Sängerfest im Sommer 1988 im estnischen Tallinn, bei dem Hunderttausende friedlich für Freiheit demonstrieren. Dieses Ereignis prägt den Namen der baltischen Unabhängigkeitsbewegung: "Singende Revolution." Ein Jahr später folgt eine ehrgeizige und symbolische Aktion: eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn in Estland über Riga in Lettland bis nach Vilnius in Litauen. Sie soll weltweit auf das Unrecht der sowjetischen Besatzung aufmerksam machen. Trotz fehlender moderner Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone oder Internet gelingt es, diesen beeindruckenden Protest zu organisieren - ein historisches Zeichen für Mut und Zusammenhalt.

Sendungsinfos

Von: Judith Voelker Untertitel, Stereo
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