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Mi. 04.02.
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Fakt ist!
- 60'
Talkshow
Inhalt
Das dritte Jahr in Folge steigt in Mitteldeutschland die Zahl der Arbeitslosen. Betriebe bauen Personal ab. Die Zahl der Insolvenzen: höher als in der Finanzkrise. Die Chance, wieder Arbeit zu finden: historisch niedrig. Die neue Angst vor Jobverlust: Wen betrifft sie am stärksten? Darüber spricht die Runde bei "Fakt ist" aus Magdeburg am 04. Februar ab 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de.
Zalando, DOMO, Dow, Meyer Burger: Die Liste der Firmen, die in Mitteldeutschland in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen haben oder wo Beschäftigte um ihre Jobs bangen, ist lang. In Sachsen-Anhalt gab es 2025 mehr Firmeninsolvenzen als im Finanzkrisenjahr 2009: Insgesamt waren es 17.604, so das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle . Neben großen Namen aus der Industrie blieben auch Autohäuser, Hotels, Gaststätten oder Gießereien nicht verschont.
Hinzu kommen Branchenkrisen wie in der Chemie- oder Autoindustrie sowie der Siegeszug der KI-Technologie, der manchen Arbeitsplatz obsolet werden lässt. Wer gerade seinen Job verloren hat oder erstmals einen sucht, hat es schwer wie lange nicht: Laut Statistik finden Arbeitslose derzeit erst nach 282 Tagen einen neuen Job - vor etwa einem Jahr waren es 266 Tage. Arbeitslosigkeit hat zudem wieder einmal ein sehr junges Gesicht: Denn laut der sächsischen Agentur für Arbeit gibt es wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr mit Migrationshintergrund in der Statistik.
Auf der anderen Seite suchen Handwerksbetriebe, Pflegedienste oder Zahnarztpraxen händeringend nach Personal. So fehlen allein im Bereich Baustellenarbeiten und Bauinstallation laut dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft etwa 42.000 Fachkräfte.
Wer Arbeit sucht, der findet welche, denkt man. Doch 55 Prozent der Teilnehmenden einer Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt halten die Suche nach einem Job derzeit für schwierig. Die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftsweisen rechnen für dieses Jahr mit einer leichten Erholung. Nur: In welchen Branchen haben Arbeitssuchende besonders gute Chancen? Und wo sehen die Prognosen eher düster aus? Wer unterstützt Quereinsteiger und Schulabbrecher ohne Abschluss? Was kann die Politik ändern - und wo müssen sich die Unternehmen bewegen?
Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach bei "Fakt ist!" mit folgenden Gästen:
Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen bei der Bundesagentur für Arbeit;
Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH;
Katrin Skirlo, Landesleiterin DGB Sachsen-Anhalt sowie
Stefanie Pötzsch , Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.
Bürgerreporter Stefan Bernschein kommt mit Publikumsgästen u.a. aus der MDRfragt-Gemeinschaft ins Gespräch über ihren Meinungen und Erfahrungen zum Thema. Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause können wieder mitdiskutieren im Live-Chat auf mdr.de.
Themen
Krise, Abbau, Insolvenzen - Die neue Angst vor Job-Verlust: Das dritte Jahr in Folge steigt in Mitteldeutschland die Zahl der Arbeitslosen. Betriebe bauen Personal ab. Die Zahl der Insolvenzen: höher als in der Finanzkrise. Die Chance, wieder Arbeit zu finden: historisch niedrig. Die neue Angst vor Jobverlust: Wen betrifft sie am stärksten? Darüber spricht die Runde bei "Fakt ist" aus Magdeburg am 04. Februar ab 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen und im Livestream auf mdr.de. Zalando, DOMO, Dow, Meyer Burger: Die Liste der Firmen, die in Mitteldeutschland in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen haben oder wo Beschäftigte um ihre Jobs bangen, ist lang. In Sachsen-Anhalt gab es 2025 mehr Firmeninsolvenzen als im Finanzkrisenjahr 2009: Insgesamt waren es 17.604, so das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle . Neben großen Namen aus der Industrie blieben auch Autohäuser, Hotels, Gaststätten oder Gießereien nicht verschont. Hinzu kommen Branchenkrisen wie in der Chemie- oder Autoindustrie sowie der Siegeszug der KI-Technologie, der manchen Arbeitsplatz obsolet werden lässt. Wer gerade seinen Job verloren hat oder erstmals einen sucht, hat es schwer wie lange nicht: Laut Statistik finden Arbeitslose derzeit erst nach 282 Tagen einen neuen Job - vor etwa einem Jahr waren es 266 Tage. Arbeitslosigkeit hat zudem wieder einmal ein sehr junges Gesicht: Denn laut der sächsischen Agentur für Arbeit gibt es wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr m
Sendungsinfos
Mitwirkende: Markus Behrens, Christof Günther, Katrin Skirlo, Stefanie Pötzsch (CDU / Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft / Tourismus / Landwirtschaft, Forsten des Landes Sachsen-Anhalt)
VPS: 04.02.2026 20:15, Untertitel, Stereo
