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42 - Die Antwort auf fast alles

Brauchen wir mehr Stress?

  • 30'
Infomagazin Der Stress und wir Menschen, das ist offensichtlich keine Liebesbeziehung: Genau genommen wollen die meisten von uns am liebsten gar nichts mit ihm zu tun haben. Aus gutem Grund: Denn die WHO nennt ihn eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts. Doch jetzt sagen Forschende: Nicht der Stress macht uns krank, sondern wie wir mit ihm umgehen. Wir bräuchten sogar viel mehr Stress, es müsste nur der richtige sein! Und schon würde der Krankmacher Superkräfte in uns wecken.

Inhalt

Wenn heutzutage von Stress geredet wird, ist damit meist Distress gemeint, also ein belastendes, negatives Stressempfinden. Das verspürt man, wenn Situationen einen überfordern. Wirkt er nur kurz, kann man ihn meist gut wegstecken. Wird er aber chronisch, kann er der Gesundheit schaden: Distress ist Mitverursacher von Krankheiten bis hin zu schweren Depressionen, Diabetes Typ 2 und starkem Gedächtnisverlust. Zudem weisen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts nach: Stress ist ansteckend, laut Studien der Universität Zürich sogar über Generationen hinweg. Stress könnte also vererbbar sein! Das Problem: Fast jeder zweite Mensch gab 2022 an, stark an Stress zu leiden. Stecken die Menschen also in einer Stress-Pandemie? Kein Wunder, dass man verzweifelt mit allen Mitteln gegen Stress vorgeht, bis hin zu starken Medikamenten. Doch genau in diesem Anrennen gegen den Stress sehen Wissenschaftler*innen die eigentliche Krux: denn Stress sei per se eigentlich nicht schlecht. Im Gegenteil: Hans Selye, Mediziner und Biochemiker, Urvater der Stressforschung, nannte Stress ein körpereigenes Aufputschmittel, das einen kognitiv und körperlich leistungsfähiger macht und hilft, über sich selbst hinauszuwachsen. Es muss nur der richtige Stress sein: Eustress. Doch wie funktioniert das? Antwort: Man muss die Stresswahrnehmung ändern. Braucht man also eine neue Stress-Software im Gehirn, eine Art Update für Antworten auf Stress?

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Redaktion: Meike Neumann Untertitel
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