Zweiohrküken
- D 2009
- 113'
In der Fortsetzung des Kinohits "Keinohrhasen" schlüpfen Til Schweiger und Nora Tschirner wieder in die Rollen von Kindergärtnerin Anna und Ex-Boulevardreporter Ludo: "Zweiohrküken" erzählt davon, wie Alltagsroutine, Misstrauen und Eifersucht der jungen Beziehung zu schaffen machen.
Inhalt
Kindergärtnerin Anna und der ehemalige Boulevardreporter Ludo, zwei Jahre später: Man ist in eine gemeinsame Wohnung gezogen, man arbeitet jeden Tag zusammen im Kindergarten, und statt jeden Tag wild übereinander herzufallen, streitet man sich in unangenehmer Regelmäßigkeit über nicht entsorgte Leergutflaschen und unerledigte Toilettenpapiereinkäufe - mit anderen Worten: Der Alltag ist eingekehrt.
Die ohnehin bereits wacklige Harmonie gerät endgültig in die Schieflage, als plötzlich Ludos alte Flamme Marie wieder auftaucht. Seine Ex-Affäre macht Anna ziemlich eifersüchtig - und das mit Recht: Denn die Gute ist offensichtlich noch ziemlich interessiert, und während Ludo glaubt, dass es sich hier lediglich um das Wiedersehen mit einer "alten Freundin" handelt, versucht Marie bereits geschickt, an alte Zeiten anzuknüpfen.
Ludo wehrt sich, auch mit Recht, gegen Annas Kontrollversuche und fordert mehr Freiraum in der Beziehung ein. Dummerweise taucht just zu diesem Zeitpunkt Annas Ex-Freund Ralf auf, und plötzlich gefällt Ludo der neue Freiraum gar nicht mehr so gut: So hatte er sich die gerade erkämpfte Toleranz in der Beziehung nicht vorgestellt. Von Verlustängsten gebeutelt, nimmt Ludo den erbitterten Kampf gegen seinen Konkurrenten auf…
Kritik
Flott inszenierte Fortsetzung
Nach dem enormen Erfolg von "Keinohrhasen" - mit über 6 Millionen Zuschauern allein in Deutschland rangiert die Liebeskomödie immerhin unter den Top 10 der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten - war die Inszenierung einer Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Mit "Zweiohrküken" legte Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Til Schweiger daher 2010 ein Sequel vor, das auf das Erfolgsrezept des Vorgängers setzte, sich weitgehend auf dieselbe Besetzung verließ – und damit schon in der ersten Woche Platz eins der deutschen Kinocharts erreichte. Wie im ersten Teil bezieht sich der Titel auch diesmal auf ein Stofftier, das Protagonist Ludo im Kindergarten bastelt.
In "Zweiohrküken" stehen einmal mehr Til Schweiger und Nora Tschirner als Liebespaar Ludo und Anna im Mittelpunkt des Geschehens, neben Sidekick Matthias Schweighöfer als Ludos bester Freund Moritz sorgen diesmal Gaststars wie Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach für frischen Schwung. Zur bewährten Mischung aus Situationskomik, Slapstick-Einlagen, flotten Dialogen und viel Musik gesellt sich diesmal eine gute Portion an deftig-schlüpfrigem Witz, der das Beziehungschaos mit manch pikanter Situation bereichert. Gegen Ende drohen zwar Plattitüden und ein etwas zu kitschiger Unterton Überhand zu nehmen – dank der kurzweiligen Inszenierung und des spielfreudigen Darsteller-Ensembles dürfte "Zweiohrküken" aber all jene Zuschauer, die Schweigers "Keinohrhasen" mochten, nicht enttäuschen.
