ZDF
ZDF Mo. 09.11.
Film
Der Tod ist sein Geschäft: KZ-Kommandant Rudolf Höß (Christian Friedel) gönnt sich eine kleine Auszeit. ZDF/© LEONINE Studios
Polnischer Sommer: Das Ehepaar Höß, Rudolf Höß (Christian Friedel) und Hedwig Höß (Sandra Hüller), macht mit Kindern und Kindermädchen einen Badeausflug an den Fluss. ZDF/© LEONINE Studios
Bronek (Andrey Isaev) arbeitet als Gärtner für Familie Höß. ZDF/© LEONINE Studios
Hedwig (Sandra Hüller) probiert einen Pelz an, deren Besitzerin ins Lager gebracht wurde. ZDF/© LEONINE Studios
Rudolf Höß (Christian Friedel) und Hedwig Höß (Sandra Hüller) führen eine amüsante Unterhaltung. ZDF/© LEONINE Studios
Die Töchter, Heidetraut (Lilli Falk) und Ingebrigitt (Nele Ahrensmeier), haben Freude in ihrem großen Garten. ZDF/© LEONINE Studios
Hedwig Höß (Sandra Hüller) erklärt ihrer jüngsten Tochter, welche schönen Blumen in ihrem paradiesischen Garten jenseits der Lagermauer blühen. ZDF/© LEONINE Studios
Rudolf Höß (Christian Friedel, 2.v.r.), Obersturmbannführer Bischoff (Klaudiusz Kaufmann, l.) haben Fritz Sander (Benjamin Utzerath, r.) und Karl Prüfer (Thomas Neumann, 2.v.l.) von der Firma "Topf & Söhne" zu Gast. ZDF/© LEONINE Studios
Eine Geburtstagsfeier im Garten von Familie Höß, der sogar ein kleines Schwimmbecken hat. ZDF/© LEONINE Studios
Oranienburg: Rudolf (Christian Friedel) nimmt an einem großen Empfang des NS-Regimes teil und macht sich auf der Galerie seine eigenen Gedanken. ZDF/© LEONINE Studios

The Zone of Interest

Das ZDF Programm (Zweite Deutsche Fernsehen) bietet Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung.  Sendung verpasst? In der ZDFmediathek finden Sie viele Sendungen als Video Stream.

  • USA, GB, PL 2023
  • 94'
Drama
Mit Christian Friedel, Sandra Hüller, Johann Karthaus, Luis Noah Witte, Nele Ahrensmeier, Lilli Falk, Anastazja Drobniak/, Cecylia Pękala/, Kalman Wilson, Julia Polaczek, Imogen Kogge

Inhalt

Haus und Garten sind ein Traum, Mann, Frau und Kinder glücklich. Manchmal wird die Idylle gestört: Knochen und Asche schwimmen im Fluss, nachts lodern Feuer. Das Haus liegt im von den Deutschen besetzten Polen, an der Mauer des KZs Auschwitz. Seine Bewohner: Kommandant Rudolf Höß mit Familie und Dienstpersonal. - Jonathan Glazers intensiver Blick auf Normalität und Massenmord, frei nach einem Roman von Martin Amis. "Hier hast es aber auch wirklich schön" - findet Hedwigs Mutter , als sie die Tochter in Polen besucht. Ein Besuch in Auschwitz, nicht weit von der ehemaligen Königsstadt Krakau im von den Deutschen besetzten Polen. Rudolf Höß , Hedwigs Mann, ist Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Er ist zuständig für die Umsetzung der "Endlösung", der Vernichtung der europäischen Juden. Er lebt mit seiner Familie in einem Haus mit großem Garten, das an die Lagermauern grenzt. Seine Frau nennt er die "Königin von Auschwitz". Als Rudolf die Versetzung ins brandenburgische Oranienburg droht, ist Hedwig nicht einverstanden. Keinesfalls will sie ihr kleines Paradies an der Lagermauer verlassen. Sie fordert ihren Mann auf, bei Hitler selbst auf einem Verbleib in Auschwitz zu bestehen. "The Zone of Interest" hatte seine Weltpremiere 2023 in Cannes. Der Film bebildert nicht das Innenleben des Lagers. Nur am Ende in einem visuellen Epilog zeigt der Film Szenen aus dem Lager in der Gegenwart der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Bei den Oscars 2024 wurde "The Zone of Interest" als bester internationaler Film ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film einen Oscar für den Besten Ton (Tam Willers, Johnnie Burn). "Das Haus der Familie Höß steht noch. Es wurde inzwischen von einer NGO namens Counter Extremism Project aus New York erworben. Nur im Keller des Originalgebäudes fanden Teile der Dreharbeiten statt. Alles andere wurde drei Häuser weiter gedreht." (Quelle: "Die Villa", SZ Nr. 24 vom 30. Januar 2025 und "Wir beschäftigen uns nicht mit Geschichte", SZ Nr. 174 vom 31. Juli 2026). Rudolf Höß wurde nach dem Krieg nach Polen ausgeliefert, wo man ihm den Prozess machte. 1947 wurde er vor seinem ehemaligen Wohnhaus in Auschwitz gehängt. Seine Frau Hedwig und seine Kinder lebten nach dem Krieg in Westdeutschland. "Ein Film, bei dem man während des Sehens spürt und weiß, das nach Jahren noch über ihn gesprochen wird. ... Hannah Arendts 'Banalität des Bösen' wird hier in 100 Minuten Film gegossen, so konzentriert, so konzis, so genau, so streng, so grausam und gewalttätig, obwohl nicht ein Gewaltakt zu sehen ist, dass man es schier nicht ertragen kann. ... Der Akt des Nichtsehens ist die Ouvertüre. Danach kann man nicht mehr wegsehen. ... 'The Zone of Interest' ist ein Film, der erschüttert und fassungslos macht. Er ist perfekt." (Thomas Schultze, Blickpunkt: film, #22, 30. Mai 2023) "Jonathan Glazer hält es in seinem vierten Film mit Primo Levi, der überzeugt war, dass man dem Holocaust nicht direkt ins Gesicht blicken kann. Er nähert sich dem Zivilisationsbruch, indem er seinen Blick wagemutig auf den Alltag der Familie von Rudolf Höß konzentriert. Das Ausgesparte ist hier unentrinnbar." Gerhard Midding, epd film, März 2024 "'Trifft mit der Wucht eines Hammers', urteilte die Times. Dem kann ich mich nur anschließen." Barbara Schuster, Blickpunkt: Film #01/02 vom 9. Januar 2024 "Wenige Filme haben den Kritikern in Cannes so die Sprache verschlagen wie diese Schreckensidylle vor den Toren von Auschwitz. Jonathan Glazer schockiert die Zuschauer mit der von Hannah Arendt konstatierten 'Banalität des Bösen'." Ulrich Höcherl, Blickpunkt: Film #01/02 vom 9. Januar 2024 Sandra Hüller wurde im Herbst 2023 beim Filmfest Hamburg mit dem Douglas-Sirk-Preis ausgezeichnet. Der Darstellerinnen-Preis in Cannes 2023 blieb ihr verwehrt, weil die Regularien des Festivals vorsehen, dass Mitwirkende des Gewinner-Films der "Goldenen Palme" nicht mit weiteren Preisen ausgezeichnet werden können. Und Sandra Hüller war - außer in "The Zone of Interest" - auch Hauptdarstellerin von "Anatomie eines Falls", dem französischen Palmen-Sieger von Justine Triet. Mutter und Tochter: Imogen Kogge als Mutter, Sandra Hüller als Tochter - diese Kombination gab es bereits in dem Film, der Hüller bekannt machte: "Requiem" (2006). Widerstandskämpfer und KZ-Kommandant: 2015 spielte Christian Friedel Georg Elser einen der ersten, der das Grauen der NS-Herrschaft klar für sich analysiert hatte, und versuchte, Hitler 1939 - kurz vor Ausbruch des Krieges - mit einer Bombe im Münchener Bürge

Sendungsinfos

Darsteller: Christian Friedel, Sandra Hüller, Johann Karthaus, Luis Noah Witte, Nele Ahrensmeier, Lilli Falk, Anastazja Drobniak/, Cecylia Pękala/, Kalman Wilson, Julia Polaczek, Imogen Kogge Regie: Jonathan Glazer Musik: Mica Levi Kamera: £ukasz Zal Autor: Martin Amis VPS: 09.11.2026 22:15, Untertitel, Hörfilm, Stereo, Dolby
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN