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ZDF So. 22.02.
Doku
Kaiser Caligula ließ im 1. Jahrhundert nach Christus zwei prachtvolle Schiffe bauen, die auf dem kleinen Nemisee lagen. ZDF/Peter Prestel
Am Nemisee stand ein berühmtes Heiligtum der römischen Göttin Diana. Eines der Schiffe war wohl auch der Göttin der Jagd geweiht. Auf ihm stand wahrscheinlich eine Statue der Göttin, die sich Dank des Kugellagers um 360° drehen ließ. ZDF/Jörg Faber-Courtail
In der sechsten Staffel der "Ungelösten Fälle der Archäologie" ist Prof. Harald Lesch dem Geheimnis einiger Kugeln auf der Spur. ZDF/Peter Prestel
Die Ballspielplätze in Mesoamerika können sich in Größe und Form unterscheiden. In Cobá sind die Seitenwände als Schrägen gestaltet, während sie in Chichen Itza senkrecht stehen. Bei dem Spiel musste ein Lederball wahrscheinlich so lange wie möglich in der Luft gehalten und schließlich durch einen d ZDF/Peter Prestel
Das alte Rom ist bekannt für seine Kriegsmaschinerie. Dazu gehörten auch ballistische Waffen, wie etwa Schleudern. Mit Hilfe der Distanzwaffen gelang es bereits zu Beginn der Schacht dem Feind erhebliche Verluste zuzufügen. ZDF/Jörg Faber-Courtial
In der Nähe des Städtchen Orce in Andalusien wurden die ältesten Knochen von Hominiden in Europa gefunden. Sie werden auf 1,3 Millionen Jahre geschätzt. ZDF/Peter Prestel
Die mesoamerikanischen Völker sind für ihre Ballspiele bekannt. Anders als bei heutigen Ballspielen ging es damals wohl zum Teil um Leben und Tod. ZDF/Jörg Faber-Courtial
Im antiken Athen wurden regelmäßig Geschworenenrichter aus den 30.000 freien, männlichen Bürgern, die über 30 Jahre alt waren, ausgelost. So wollte man Klüngelei vermeiden. Wegen der schieren Menge an Losverfahren nutzte man Losmaschinen (Kleroterion). ZDF/Jörg Faber-Courtial
Einige der Kugeln wurden noch im Verbund mir einem Holzstück gefunden. Es handelt sich wahrscheinlich um das älteste bisher bekannte Axial-Kugellager der Antike, auch wenn die Kugeln nicht wie in heutigen Kugellagern frei laufen. ZDF/Peter Prestel
Auf den Wracks der Schiffe aus der römischen Kaiserzeit wurden auch mehrere Kugeln gefunden, die alle über eine Achse verfügten. ZDF/Peter Prestel

Ungelöste Fälle der Archäologie

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Geheimnisvolle Kugeln

  • D 2026
  • 44'
Archäologie

Inhalt

Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form. Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss, über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt. Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde. Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes. Die Größe des Platzes, sowie die Form der Seitenmauern, wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden. Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers, ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen". Die Sendung wird über die Social-Media-Kanäle von "Terra X" (Facebook, Instagram und YouTube) ausführlich mit Bildern und Videoclips begleitet. "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" (2) wird Sonntag, 1. März 2026, 19.30 Uhr gesendet.

Sendungsinfos

Von: Peter Prestel, Gisela Graichen VPS: 22.02.2026 19:30, Untertitel, Hörfilm, Stereo
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