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ZDFinfo Fr. 04.09.
Doku
John Kiriakou war als CIA-Mitarbeiter für die Verhaftung eines hochrangigen Al-Qaida-Mitglieds verantwortlich. Nach seinem Ausscheiden aus dem Geheimdienst wurde er zum Whistleblower, berichtete über die Foltermethoden der US-Geheimdienste und musste dafür ins Gefängnis. ZDF/Jonny Müller-Goldenstedt
Im Kampf gegen den Terror und auf der Jagd nach den Hintermännern setzen die USA auf Geheimdienste, Drohnenangriffe und umstrittene Verhörmethoden. Entscheidungen dieser Zeit wirken bis heute nach und werden zunehmend kritisch hinterfragt. ZDF/9-11_Pressefoto_11_APW20
Anwalt Bernhard Docke setzte sich jahrelang für die Freilassung von Murat Kurnaz aus Guantanamo ein. ZDF/Jonny Müller-Goldenstedt
Brandon Bryant tötete aus der Distanz - und trug die Bilder mit sich nach Hause. Sechs Jahre lang saß der US-Luftwaffensoldat vor Monitoren in New Mexico und lenkte Drohnenangriffe in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia. ZDF/Jonny Müller-Goldenstedt
Über New York steigen nach dem Angriff auf das World Trade Center dichte Rauchwolken auf. 9/11 begründet den heutigen Stellenwert der US-Geheimdienste und führt zum Einsatz von Drohnen - Entwicklungen, die auch in den USA kritisch gesehen werden. ZDF/picture-alliance / dpa |

9/11 - Der lange Schatten des Terrors

Jagd

  • D 2026
  • 45'
Dokumentation

Inhalt

Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie der "Krieg gegen den Terror" noch heute nachwirkt - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Was passiert, wenn ein Land im Namen seiner Sicherheit den Rechtsstaat einschränkt? Auf der Jagd nach den Hintermännern der Anschläge von 2001 setzen die USA durch Rechtsverstöße und Folter ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Mit weitreichenden Folgen. Die zweite Folge der Reihe zeigt, wie die US-amerikanischen Geheimdienste nach 9/11 den hohen Stellenwert bekamen, den sie aktuell haben, und wie die heute in vielen Krisen eingesetzten Drohnen in Folge der Anschläge erstmals eingesetzt wurden. Entwicklungen, die auch in den USA selbst kritisch gesehen werden. Der CIA-Agent John Kiriakou leitet in Pakistan die Jagd nach einem hochrangigen Mitglied von Al-Kaida und koordiniert dessen Verhaftung - einer der ersten großen Erfolge im "War on Terror". Als Kiriakou 2007 öffentlich bestätigt, dass die CIA systematisch folterte, wird er selbst verfolgt: Er ist der einzige CIA-Mitarbeiter, der wegen des Folterprogramms ins Gefängnis musste - obwohl er nach eigener Aussage nie selbst gefoltert hat. Brandon Bryant aus Montana tritt 2006 der Air Force bei und landet im Drohnenprogramm der USA. Aus Tausenden Kilometern Entfernung feuert er Raketen auf Menschen, die er nur als Wärmesignatur auf einem Bildschirm sieht. Nach Hunderten von Einsätzen mit mindestens 13 Toten verlässt er die Streitkräfte mit einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Murat Kurnaz, 1982 in Bremen geboren, reist kurz nach 9/11 aus religiöser Neugier nach Pakistan. Er gerät in eine Routinekontrolle, wird verhaftet und landet unter falschem Verdacht in Guantánamo. Vier Jahre lang sitzt er dort als Gefangener 053 - ohne Prozess, ohne Beweis, ohne Rechte. Der Bremer Anwalt Bernhard Docke, der Kurnaz' Geschichte erzählt, macht sich damals für seine Freilassung stark, die schlussendlich gelingt. In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.

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