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ZDFinfo Mo. 11.05.
Doku
Im Streben nach Land, Rohstoffen und Arbeitskräften führen aufstrebende Reiche Feldzüge gegen ihre Nachbarn. Tausende Kriegsgefangene werden als Sklaven verschleppt. ZDF/BBC Studios
Die Bewohner von Çatalhöyük, eine der ersten Großsiedlungen der Welt, lassen sich unter den Böden ihrer Häuser bestatten. ZDF/BBC Studios
Das am Roten Meer entdeckte "Tagebuch des Merer" mit den ältesten erhaltenen und beschrifteten Papyri ist über 4.000 Jahre alt und stammt aus der Zeit von König Cheops. ZDF/BBC Studios
Der Tempel von Sarabit al-Chadim auf der Sinai-Halbinsel ist der Göttin Hathor gewidmet. In der Anlage finden sich zahlreiche Stelen mit Inschriften. ZDF/BBC Studios

Humans - Geschichte der Menschheit

Von Jägern zu Siedlern

  • GB 2026
  • 45'
Dokumentation

Inhalt

Als vor rund 12.000 Jahren die letzte Eiszeit endet, ändern die Menschen ihre Lebensweise von Grund auf. Sie geben ihr Dasein als Jäger und Sammler auf und lassen sich dauerhaft nieder. Das mildere Klima ermöglicht den Menschen, Pflanzen anzubauen, Tiere zu halten und feste Behausungen zu errichten. Doch sie gehen ein Wagnis ein, denn die Sesshaftigkeit bringt nicht nur zahlreiche Vorteile mit sich, sondern auch ungeahnte Herausforderungen. Von den ersten Versuchen der Sesshaftigkeit zeugen die monumentalen Großbauten von Göbekli Tepe. Forschende rätseln noch immer, welchem Zweck die riesige Anlage diente, die viele Jahrtausende älter ist als Stonehenge. Fest steht, dass sie ein Ausdruck von Kultur war: Rituale, Bräuche, Symbole, Kunst, Geschichten und Ideen - über Generationen hinweg mündlich weitergegeben - werden greifbar. Und sie zeugt davon, dass sich dort viele Menschen versammelten und vernetzten. Und ihre Zahl wuchs. In der Region um den "Fruchtbaren Halbmond" entstanden nicht nur immer mehr Siedlungen, sondern auch eine der ersten Großsiedlungen der Welt - Çatalhöyük. Sie hatte mehrere Tausend Einwohner. Wohnbauten und Ställe standen dort so dicht gedrängt, dass kein Platz für Straßen und Plätze blieb. Die Wohnräume waren nur über die Dächer zugänglich. Dort spielte sich auch das öffentliche Leben ab. Doch das enge Zusammenleben brachte Probleme: Neue Krankheiten entstanden, es gab mehr Konflikte und Gewalt. In Ägypten zeigt sich hingegen, dass große Siedlungen durchaus gedeihen konnten. Die Menschen waren mittlerweile in der Lage, in einer Gemeinschaft zu leben. Und dank der Hieroglyphenschrift ließ sich die Gemeinschaft gut organisieren. Noch war nur eine Elite schreibkundig, doch mit der Erfindung des Alphabets lernten auch einfache Menschen lesen und schreiben. Das sorgte für einen enormen Entwicklungsschub, an dessen Ende unsere moderne Gesellschaft steht. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.

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