ARTE
ARTE Mo. 17.08.
Doku
Gemälde wie ?Die mystische Einhornjagd? (um 1480) von Martin Schongauer bilden den roten Faden der Dokumentation, die die Facetten der Mariengeschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. ARTE F
Alexandra Gérard, Konservatorin für französische Museen, analysiert die Bedeutung der Marienskulptur. ARTE F

Alles über Maria

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Dieses obskure Objekt der Begierde

  • 1. Folge
  • F 2024
  • 53'
Dokumentation Keine Frau wurde in den vergangenen 2.000 Jahren so oft dargestellt wie Maria, die Mutter Jesu. Was sagen die vielen Bildnisse, die Künstlerinnen und Künstler im Laufe der Jahrhunderte von dem jüdischen Mädchen geschaffen haben und die sie zur berühmtesten Frau der Menschheitsgeschichte gemacht haben, über ihre jeweilige Zeit aus? Und was sagt Maria den Menschen heutzutage?

Inhalt

Die zweiteilige Dokumentation erzählt die Geschichte Marias. Sie zeichnet die unterschiedlichen Rollen nach, die Maria im Laufe von zwei Jahrtausenden zugeschrieben wurden. Fachleute verschiedener Disziplinen erläutern das reichhaltige Bildmaterial, und ein kenntnisreicher Kommentar führt durch die Mariengeschichte von den Anfängen des Christentums bis heute. Die Geschichte des Marienbildes reicht von den frühesten Darstellungen der Mutter Jesu in Wandfresken, Mosaiken und Flachreliefs über Ikonenmalerei, Schwarze Madonnen und volkstümliche Marien-Abbildungen bis hin zu den großen Madonnen-Gemälden der italienischen Renaissance und zeitgenössischen Interpretationen. Berühmte und weniger bekannte Werke bilden den roten Faden der Dokumentation, die die vielen Facetten der Mariengeschichte aus religiöser, politischer, anthropologischer, moralischer, aber auch ästhetischer Perspektive beleuchtet. Neugierig und humorvoll hinterfragt sie das Bild Marias als weibliches Ideal in einer patriarchalischen Gesellschaft, den Platz von Frauen unter männlichen Heiligenfiguren und die Rolle von Individualität im Religiösen. Der Zweiteiler beleuchtet die Ambivalenz einer Figur, die sich schließlich vom Frauenbild ihres Sohnes abkehrt, und zeigt den Ursprung mancher Vorstellungen, die bis heute fest im westlichen Unterbewusstsein verankert sind. Nicht zuletzt untersucht der Beitrag, was die zahlreichen Mariendarstellungen über ihre jeweilige Entstehungszeit aussagen und welche Bedeutung Maria für unsere heutige Gesellschaft hat.

Sendungsinfos

Regie: Isabelle Brocard Stereo
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