Magilligan: Ryans Weg zurück in die Freiheit
DOKUMENTATION, GB 2025
Mit offenen Augen
INFOMAGAZIN, F 2026
ARTE
Di. 03.11.
Film
Blutsauger
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
- D 2020
- 121'
Horrorkomödie
1928: Der in Russland in Ungnade gefallene Schauspieler Ljowuschka trifft an der Ostsee auf die Fabrik-Erbin Octavia. Die blutsaugende Kapitalistin und der Proletarier haben Interesse aneinander, doch während es für Ljowuschka um wahre Liebe geht, scheint sich Octavia vor allem nach Zerstreuung zu sehnen ... - Eine "marxistische Vampirkomödie" (2020) von Julian Radlmaier
Mit Alexandre Koberidze, Lilith Stangenberg, Alexander Herbst, Corinna Harfouch
Inhalt
1928: Der in Russland in Ungnade gefallene Schauspieler Ljowuschka steht in Anzug und Zylinder am Ostseestrand und schaut aufs Meer; weit hinter ihm steht eine Frau mit feinen Handschuhen, ein Mann hält für sie einen kleinen Sonnenschirm. Ljowuschkas Ziel: die Übersiedlung nach Hollywood. Die Frau, die ihn beobachtet, ist die reiche deutsche Fabrik-Erbin Octavia Flambow-Jansen mit ihrem Diener Jakob.
Während der Karl-Marx-Lesekreis in den Dünen, unweit der beiden Figuren, schon längst den blutsaugenden Charakter der bourgeoisen Octavia erkannt hat, lässt sich Ljowuschka, der sich als russischer Baron ausgibt, auf ihr Anwesen einladen. Obwohl seine Tarnung bereits am ersten Abend auffliegt, erweist sich Octavia als hilfreich für Ljowuschka. Er ahnt noch nicht, dass sie eine im wahrsten Sinne des Wortes blutsaugende Kapitalistin ist.
Gemeinsam drehen sie einen Vampirfilm, der Ljowuschka in Hollywood zum Durchbruch verhelfen soll. Im Laufe der Dreharbeiten verliebt er sich jedoch in die bourgeoise Vampirin und macht sich damit unverhofft zum Feind des Karl-Marx-Lesekreises und der Arbeiter aus Octavias Fabrik ...
Der Film "Blutsauger" feierte 2021 Premiere auf der Berlinale in der Sektion Encounters. Das Drehbuch wurde 2019 mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Es ist der vierte Film von Julian Radlmaier, der sich schon in seinem mittellangen Film "Ein Gespenst geht um in Europa" (2013) mit der marxistischen Theorie beschäftigte.
Sendungsinfos
Darsteller: Alexandre Koberidze, Lilith Stangenberg, Alexander Herbst, Corinna Harfouch Regie: Julian Radlmaier Drehbuch: Julian Radlmaier Musik: Franui Kamera: Markus Koob Produzent: Kirill Krasovski
Untertitel, Hörfilm, Stereo