Fentanyl & Co.
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Die Almosenfalle
GESELLSCHAFT UND SOZIALES Ersetzen Freiwillige den Sozialstaat?, D 2026
ARTE
Di. 08.12.
Doku
Charity als Geschäftsmodell - Die Macht der Stiftungen
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
- F, CH 2025
- 55'
Dokumentation
Wohltätigkeit als Geschäftsmodell: Von vermeintlichen Umweltorganisationen, die mit Erdöl Geschäfte machen, bis zu Superreichen, die über Stiftungen politische Ziele verfolgen. In Deutschland prägt eine gemeinnützige Stiftung den Alltag einer ganzen Stadt. Hinter dieser Großzügigkeit verbirgt sich häufig nur eines: Macht und Einflussnahme ohne demokratische Kontrolle.
Inhalt
Die Dokumentation "Charity als Geschäftsmodell" untersucht, wie vermögende Privatpersonen und Konzerne über Stiftungen und Spendenorganisationen politischen und gesellschaftlichen Einfluss gewinnen - weitgehend jenseits demokratischer Kontrolle und öffentlicher Rechenschaftspflicht. In Genf, Monaco, Deutschland und Sizilien folgt ein Rechercheteam den Spuren des Geldes.
In der Schweiz organisieren elitäre Kreise Veranstaltungen wie "La Nuit du Bien Commun", bei denen Hunderttausende Franken für gemeinnützige Zwecke zusammenkommen. Doch der Sponsor ist eine umstrittene Bergwerksgesellschaft, deren Erdölförderung die Umwelt Siziliens belastet und die lokale Bevölkerung schädigt. Das Muster wiederholt sich: Erben der Superreichen spenden in der Schweiz für Umweltschutzprojekte, obwohl ihr Kapital aus der Erdölbranche stammt, die den Klimawandel vorantreibt.
In Deutschland prägt die Stiftung des bis vor kurzem reichsten Staatsbürgers den Alltag einer ganzen Stadt. In Genf kontrolliert eine Luxusuhrenmarke eine einflussreiche private Stiftung, die Millionen in die städtische Infrastruktur investiert.
Wohltätigkeit zur Imagepflege, Steuervermeidung, feudale Strukturen - angesichts des Philanthrokapitalismus erheben sich vermehrt kritische Stimmen, auch von innen: So übergibt eine Erbin ihr Vermögen einem Bürgerrat, der entscheidet, wie das Geld verteilt werden soll. Der Film analysiert das Spannungsfeld zwischen privater Wohltätigkeitsarbeit und demokratischer Legitimation und hinterfragt, wer von der scheinbaren Großzügigkeit profitiert und welche Machtstrukturen zementiert werden.
Sendungsinfos
Regie: Romain Girard
Stereo